Positive Förderentscheidungen vom 08.06.2016

FirmaTitelGenreFörderung in Euro
Satel Film GmbHLucky Per (4 Teile)F500.000
Aichholzer Filmproduktion GmbHSpuren des Bösen 7 - WUTF 471.440
MONA Film Produktion GmbHDie Muse des MördersF 400.000
MONA Film Produktion GmbHIm Takt der ErinnerungF 379.000
EPO - Filmproduktionsgesellschaft m.b.H.Enigma/Steinzeit (2 Folgen)D138.000
Interspot Film Gesellschaft m.b.H.Fokus Mord (Folge 9, 10)D116.400
Satel Film GmbHPrincess Leopoldine - The Birth of Modern BrazilD100.387
Nikolaus Geyrhalter Filmproduktion GmbHReiseckers Reisen / 6. Staffel (10 Folgen)D84.851
Metafilm GmbHReise zu WinnetouD35.500
embfilm e.U.St.Stephan: Engel, Schätze und MysterienD25.000
Langbein & Partner Media GmbH & Co KGWie wirklich ist die WirklichkeitD17.300
Kurt Mayer FilmErich Meder - Lieder für die EwigkeitD16.605
Metafilm GmbHDem Geheimnis auf der Spur - Br. David Steindl-RastD14.535
Gesamt EUR 2.299.018

Legende:

F ... Fernsehfilm
S ... Serie
D ... Dokumentation

Kurze Inhaltsangaben

1. Fernsehfilme

 

Lucky Per (4 Teile) – Satel Film GmbH

Per Sidenius is a vicar’s son, who quests for a happy life after a difficult upbringing in a highly religious home. In an act of rebellion and emancipation, young Per cuts all ties to his family and travels to Copenhagen to study engineering. He throws himself into the big city life. Alongside his studies, Per works on a huge visionary windmill project, that is so much ahead of its time that most consider him to be insane. Per meets the wealthy Jewish family Salomon which is a source for realising his windmill plans. He marries their daughter Jakobe, and thus rapidly climbs the social ladder. However, Per is not able to enjoy achieving his goals because of the burden of his social legacy.

 

Spuren des Bösen 7 – WUT – Aichholzer Filmproduktion GmbH

Richard Brock muss einen flüchtigen Amokläufer finden, bevor dieser noch mehr Menschen tötet. Er dringt tief in einen Sumpf aus Korruption und alten Geschichten ein. Sein eigenes Leben gerät in Gefahr.

 

Die Muse des Mörders – MONA Filmproduktion GmbH

Ein Serienmörder versetzt Wien in Angst und Schrecken. Chefinspektor Bäumer steht vor einem Rätsel. Zeitgleich erhält die Schriftstellerin Madeleine Montana ein Päckchen. Dienen die Morde aus ihren Kriminalromanen dem Mörder als Vorbild? Sieht sie der Mörder als seine Muse und Vertraute? Madeleine verständigt die Polizei. Chefinspektor Bäumer half ihr schon bei Recherchen für ihre Romane.

Eines Tages stellt Madeleine fest, dass ihr Sohn Oliver heimlich Kunstgegenstände aus ihrem Besitz im Auktionshaus versetzt. Sofort macht sie sich auf den Weg, um diese Gegenstände zurückzuholen. Dabei bemerkt sie, dass Oliver offenbar ein Verhältnis mit der Frau des Kunsthändlers hat. Bäumers Assistentin Flo geht diversen Hinweisen nach und spezialisiert sich darauf, Madeleines Bücher zu recherchieren. Sofort wird ihr klar, dass Bäumer als Vorlage für Madeleines Kommissar diente. Offensichtlich hat Madeleine Bäumer in ihren Romanen als schwul geoutet. Hat er deshalb einen so großen Hass auf sie? Wenig später wird die Frau des Kunsthändlers ermordet. Wieder diente einer von Madeleines Romanen als Vorlage.

 

Im Takt der Erinnerung – MONA Filmproduktion GmbH

Eine schwungvolle Hommage an die Liebe. Man muss nur die richtigen Schritte setzen ...

Seit beinahe 50 Jahren lebt Ruppert mit Maria zusammen. Als Ruppert Maria bei einem Stadtbummel verliert, findet er sie in einem Tanzlokal wieder, das im Stil der 70er Jahre eingerichtet ist. Ein alter Musikapparat spielt Musik von damals. Und er sieht, wie Maria ihre Füße im Takt der Musik bewegt. Es ist so, als wären Erinnerungen in ihre Blutlaufbahnen gefahren. Und auf einmal steht sie auf der Tanzfläche. Wie damals. Sie ist beschwingt und beherzt. Sie tanzt so, als hätte sie niemals auch nur einen der Tanzschritte vergessen. Sie strahlt, sie lacht und er ... er weint vor Glück. Es ist wie ein Geschenk. Denn Maria hat Alzheimer. Doch von einer Sekunde auf die andere fällt sie mit ihren Gedanken wieder zurück in dieses schwarze, unergründliche Loch.

Seine naive Sehnsucht nach seiner verlorenen Frau sagt ihm, dass er nur die Vergangenheit zurückholen muss, um Maria zu ihm zurückzubringen. Und so verändert er seine Wohnung, seine und ihre Kleidung und dreht die Zeit zurück. Und Maria lässt ihn und ihren Sohn an dieser Reise in die Vergangenheit teilnehmen. Dabei kommen tief gehütete Geheimnisse an die Oberfläche, die wohl besser in Vergessenheit geblieben wären …

 

2. Dokumentationen

 

Fokus Mord (Folgen 9 +10) – Interspot Film-Gesellschaft m.b.H.

Die niederösterreichische Polizei vollbringt in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft täglich tolle Leistungen im Dienste der öffentlichen Sicherheit. Ein spannender Teilaspekt sind die Ermittlungen in Mordfällen, in denen auch die Gerichtsmedizin eine große Rolle spielt.

„Fokus Mord” kombiniert die plotgetriebene Erzählstruktur eines Krimis mit den wahren Geschehnissen eines Mordfalles. Diese Zusammenführung soll den Zuseher anstiften, dass er sich anhand der zusammengetragenen Spuren, Beweise und Kommentare an der Tätersuche beteiligt. Gepaart mit den Interviews der Ermittler der niederösterreichischen Polizei, der Gerichtsmedizin und eindringlich gestalteten Szenen zwischen den Interviews verspricht das Projekt, den Seher auf eine spannende Reise mitzunehmen.

„Doppelmord” (AT) und „Heurigenmord” (AT) schließen als erste Folgen aus Niederösterreich an die bereits 2014 und 2015 von RTR und Filmfonds Wien geförderten Wien-Folgen von „Fokus Mord” an und setzen so das Projekt harmonisch fort.

 

Enigma – Steinzeit (2 Folgen) – EPO-Filmproduktionsgesellschaft m.b.H.

Die Epoche der Jungsteinzeit und ihre Megabauten sind ein Rätsel. Je tiefer die Forschung in die Materie vordringt und je mehr Fundstücke ans Tageslicht gebracht werden, desto mehr Fragen verstärken dieses Enigma.

Wahrscheinlich ist in keiner anderen Wissenschaft eine Erkenntnis so schnell überholt wie in der Archäologie. Denn mit nahezu jedem neuerlichen Fund muss die Geschichtsschreibung zumindest adaptiert werden. Vor der Metallurgie, vor der Erfindung des Rads haben Menschen Leistungen vollbracht, für die es bis heute keine logische und nachvollziehbare Erklärung gibt. Darum ist es an der Zeit, wissenschaftliche Inventur zu machen: Wo stehen wir? Was wissen wir wirklich? Wie lange haben aktuelle Erklärungsmodelle Bestand?

 

Princess Leopoldine – The Birth of Modern Brazil – Satel Film GmbH

Die Dokumentation zeigt einen wenig bekannten Aspekt der Weltgeschichte: eine Prinzessin und der Weg der portugiesischen Kolonie Brasilien in die Unabhängigkeit.

Es war eine Habsburgerin, die diese Entwicklung ermöglichte. Leopoldine, eine Frau voller Widersprüche – zu Hause in zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Glanz und striktes Regime am Wiener Hof ihrer Kindheit, wo sie als Tochter von Kaiser Franz I./II. zu eiserner Disziplin und Treue gegenüber dem Erzhaus erzogen wird – und eine chaotische, bunte Tropenwelt am Hof der portugiesischen Exil-Braganzas in Rio. Primitivität und Brutalität, ein triebhafter Ehemann und eine feindlich gesinnte Mätresse, Regentschaft und Verantwortung, Krönung und Demütigung, tiefe Depression und Isolation – dies sind die Elemente, die Leopoldines Leben im Brasilien des 19. Jahrhunderts charakterisieren.

Das Doku-Drama von Katharina Heigl zeigt, wie vor 200 Jahren erstmals eine europäische Prinzessin den Atlantik überquerte und durch ihren unbezwingbaren Willen den Grundstein für die Unabhängigkeit und spätere Prosperität des größten Landes auf dem amerikanischen Kontinent legte. Mit dieser Lebensgeschichte verwoben stellen wir die historische Entwicklung Brasiliens dar.

 

Reise zu Winnetou – Metafilm GmbH

Sie dokumentierten die Welt der Indianer Nordamerikas, bevor sie für immer verloren ging: Der Entdecker Prinz Maximilian zu Wied und der Maler Karl Bodmer reisten von 1832 bis 1834 in das „Innere Nordamerika“. Ihre Berichte und Bilder prägen das Indianerbild der Europäer bis heute.

Ihrem Reiseweg entlang des oberen Missouri folgt dieser Film durch grandiose Landschaften und unberührte Wildnis, sucht und findet Spuren einer vergangenen Welt und erzählt von einzigartigen Abenteuern und bewegenden Begegnungen.

Maximilian zu Wied (1782–1867) war ein Forscher mit großer Toleranz, Respekt und Sympathie für fremde Länder und echtem Interesse an ihren Kulturen. Durch seine Freundschaft mit dem Mandan-Chief Máto Tópe lernte Wied die spirituelle Welt der Indianer, ihre Lebensweisen und ihre Sprachen kennen.

 

St. Stephan: Engel, Schätze und Mysterien – embfilm.e.U.

Der Stephansdom: Seit über 850 Jahren steht die Kirche im Zentrum Wiens, seit 500 Jahren in etwa in heutiger Gestalt und Größe. Um den Bau und seine Kunstschätze ranken sich Legenden und Mythen, die manchen Wienern noch geläufig sind, an deren Spuren die meisten achtlos vorbeigehen.

Wer weiß um die Erz- und Schutzengel, die den Dom bewachen sollen? Wer weiß schon noch, was der „Stock im Eisen” war? Wer weiß um den Heiligen Koloman und seinen im Dom verbauten Opferstein, um die zahlreichen wundertätigen Bilder und Statuen wie die weinende Maria Pötsch, den Zahnwehherrgott oder die „Kapelle unseres lieben Herrn Bartwuchs”? Wer weiß um die Kaiser und Könige, die genialen Künstler und Baumeister, die angeblich mit der Hilfe von Dämonen und Heiligen den Dom gestiftet und geschaffen haben? Wer weiß, warum die Uhrglocke niemals das vierte Viertel der vollen Stunde schlägt?
Um den Dom gibt es heute noch ein lebendiges Brauchtum: Bruderschaften und Orden, Wallfahrten und Feiern, die die Mythen und Legenden um den Dom lebendig halten.

Der Film führt den Zuschauer in diese vergangene Welt, portraitiert Menschen, die die Traditionen am Leben halten, präsentiert die Mythen und Märchen, die man sich über Jahrhunderte um den Dom erzählt hat. Der Film thematisiert erstmals diese „mystischen Elemente”, die den Bau erklären und fassbar machen. Die entsprechenden Bauelemente werden durch hochwertige Kameratechnik und ungewöhnliche Perspektiven sichtbar gemacht.

 

Erich Meder – Lieder für die Ewigkeit – Kurt Mayer Film

Eine TV-Dokumentation über den 1966 verstorbenen Wiener Textdichter Erich Meder.

Aus seiner Feder stammen Wienerlieder und Gassenhauer voll Wiener Schmäh und subtilem Wortwitz, wie „In der Kellergassn” oder „Den Wurschtl kann kana derschlagn”, die Generationen von Wienern geprägt haben. Unvergessen sind die Radiosendung „Was gibt es Neues?” mit Heinz Conrads und der Kinohit aus dem Jahr 1951 „Hallo Dienstmann” mit Hans Moser und Paul Hörbiger. International bekannt wurde das Meder-Lied „Jetzt ist es still” im Jahr 1995 unter dem Titel „It´s oh so quiet” in der Interpretation der isländischen Sängerin Björk.

Zeitzeugen, Volksschauspieler, Wienerliedsänger und Wissenschaftler zeichnen den Lebensweg des vergessenen Textdichters nach.

 

Wie wirklich ist die Wirklichkeit – Langbein & Partner Media GmbH & Co KG

Wir halten das, was wir beobachten, für real. Jedoch ist unsere Beobachtung nie objektiv: Wir interpretieren, was wir sehen, und konstruieren so Wirklichkeit. Entspricht unsere Wahrnehmung demnach der Welt der Realität – oder ist sie ein Produkt unseres Gehirns?

Die moderne Hirnforschung zeigt: Schon einfache Wahrnehmungen entsprechen nicht dem, was „real” ist, sondern werden von unserem Gehirn geformt. Das Gehirn will uns helfen, Sachverhalte klarer zu erfassen, als sie die Realität vorgibt. Es interpretiert Phänomene und vermittelt unserem Bewusstsein ein Bild, das so gar nicht vorhanden ist. Jeder Mensch konstruiert  – aufbauend auf seiner individuellen Wahrnehmungsstruktur –  seine eigene „virtuelle” Realität.

Das menschliche Gehirn beeinflusst zudem nicht nur unsere je individuelle Wahrnehmung der Realität, sondern auch die Realität selbst. Die Konsequenzen dieser Forschung sind uns noch unbegreiflich: Gestalten Glaube und Überzeugung die Realität, auch die des eigenen Körpers? Verändert Information, also Geist, Biologie, also Materie?

„Wie wirklich ist die Wirklichkeit” (AT) ist in Streifzug durch Quantenphysik, Glaube und Heilung.

 

Dem Geheimnis auf der Spur – Br. David Steindl-Rast – Metafilm GmbH

Bruder David Steindl-Rast wurde vor 90 Jahren, am 12. Juli 1926 in Wien geboren. Er gehört zu den weltweit führenden spirituellen Meistern der Gegenwart. Zu seinem Buch „Credo” verfasste der Dalai Lama das Vorwort. Ihre gemeinsamen Auftritte gehören zum Spannendsten, was man an „interreligiösen Dialogen” hören kann.

Der Film besucht mit Bruder David die Orte seiner Kindheit in Wien, auch jene schmale Stiege im Elternhaus, wo ihm einst im Traum Jesus begegnet ist. Immer wieder zitiert er darin Rainer Maria Rilke, der für ihn der Poet der mystischen Augenblicke ist. Das gibt dem Film den Anlass, mit Bruder David auf Reisen zu gehen. Ziel der Reise ist aber Duino (Italien), dort wo Rilke seine Elegien begann.