Finanzierungsbeitrag

Welche Umsätze sind finanzierungsbeitragspflichtig?

Grundsätzlich sind alle Umsätze finanzierungsbeitragspflichtig, die aus der Veranstaltung von Hörfunk und Fernsehen, Rundfunkzusatzdiensten sowie aus dem Anbieten eines Mediendienstes auf Abruf im Inland erzielt werden (ausgenommen davon ist das ORF-Programmentgelt, das durch die GIS eingehoben wird).

Zur Feststellung, welche Umsätze finanzierungsbeitragspflichtig sind, wurde eine Orientierungshilfe erstellt (siehe Download), die auch als solche zu verstehen ist und nicht als abschließend betrachtet werden kann.

Wie wird der Finanzierungsbeitrag berechnet?

Die Grundlage des Finanzierungsbeitrags der RTR-GmbH ist das Budget des aktuellen Wirtschaftsjahres. Vom Saldo (geplante Aufwendungen minus geplante Erträge) werden die Zuschüsse der öffentlichen Hand abgezogen. Der verbleibende Betrag wird durch Finanzierungsbeiträge finanziert. Dieser Betrag ist per Gesetz begrenzt.

Die Finanzierungsbeiträge werden im Verhältnis des jeweiligen Umsatzes des Beitragspflichtigen zum branchenspezifischen Gesamtumsatz bemessen und eingehoben. Bisher lag der Finanzierungsbeitrag im Promillebereich des jeweiligen Unternehmensumsatzes.

Werden für die Berechung des Finanzierungsbeitrages Brutto- oder Nettoumsätze herangezogen?

Alle Abfragen und Berechnungen stützen sich auf Nettoumsätze.

Ab welcher Umsatzgrenze wird kein Finanzierungsbeitrag eingehoben?

Unterschreitet der voraussichtliche Finanzierungsbeitrag eines Beitragspflichtigen den Betrag von EUR 235,-- wird kein Finanzierungsbeitrag eingehoben und die Umsätze dieses Beitragspflichtigen nicht bei der Berechnung des branchenspezifischen Gesamtumsatzes berücksichtigt. Dieser Betrag vermindert oder erhöht sich ab dem Jahr 2012 in jenem Maß, in dem sich der von der Bundesanstalt für Statistik Österreich verlautbarte Verbraucherpreisindex 2005 oder der an seine Stelle tretende Index des Vorjahres verändert hat.

Wie ist die Vorgangsweise bei Aufgabe der finanzierungsbeitragspflichtigen Tätigkeiten?

Die Beendigung der Tätigkeit als Veranstalter von Fernsehen oder Hörfunk sowie als Anbieter eines Mediendienstes auf Abruf ist der Regulierungsbehörde schriftlich anzuzeigen.

Wie ist das Prozedere zur Vorschreibung der Finanzierungsbeiträge?

Planumsatzdaten

Mitte Dezember: Abfrage der Planumsatzdaten
An alle Beitragspflichtigen ergeht ein Schreiben zur Bekanntgabe der Planumsätze für das kommende Jahr. Der geplante Umsatz ist von jedem Rundfunkveranstalter bis spätestens Mitte Jänner zu melden.

Ende Februar: Geplanter branchenspezifischer Umsatz
Nach Einlangen der Planumsatzmeldungen wird der geplante branchenspezifische Umsatz auf der RTR-Website veröffentlicht. Beitragspflichtige, die keine Planumsatzmeldung abgegeben haben, werden seitens der RTR-GmbH geschätzt.

Mitte März: Erste Vorschreibung beziehungsweise Einmalvorschreibung
Die errechneten Finanzierungsbeiträge sind in vier Teilbeträgen zu entrichten. Finanzierungsbeiträge, die den jährlichen Betrag von EUR 1.000,00 unterschreiten, werden aus verwaltungsvereinfachenden Gründen als Einmal-Betrag im ersten Quartal vorgeschrieben. Der daraus entstehende Zinsvorteil für die RTR-GmbH wird dem jeweiligen Unternehmen gutgeschrieben.
Die Fälligkeit der ersten Vorschreibung bzw. der Einmalvorschreibung ist Ende März.

Mitte Juni bis Mitte Dezember: Zweite bis vierte Vorschreibung
Die Fälligkeit der zweiten, dritten und vierten Vorschreibung liegt am Ende des jeweiligen Quartals.

 

Istumsatzdaten

Anfang Mai: Abfrage der Istumsatzdaten
Alle Beitragspflichtigen werden aufgefordert ihre Istumsatzdaten für das vergangene Jahr bekannt zu geben. Der Istumsatz ist bis spätestens Ende Mai zu melden.

Mitte September: Vorläufige Schlussabrechnung
Auf Basis der Istumsatzmeldungen werden die tatsächlichen Umsätze der Beitragspflichtigen des vergangenen Wirtschaftsjahres berechnet und veröffentlicht. Die Beitragspflichtigen werden eingeladen noch einmal ihre Umsatzmeldungen zu prüfen und zu den veröffentlichten Zahlen Stellung zu nehmen.

Ende September: Tatsächlicher branchenspezifischer Umsatz
Allfällige korrigierte Umsatzmeldungen werden eingearbeitet, woraus sich der tatsächliche branchenspezifische Umsatz ergibt. Dieser wird wie der tatsächliche Aufwand der RTR-GmbH für das abgelaufene Wirtschaftsjahr auf der Website veröffentlicht.

Mitte Oktober: Schlussabrechnung des Finanzierungsbeitrags
Der Ist-Finanzierungsbeitrag jedes Unternehmens wird dem Planfinanzierungsbeitrag gegenübergestellt. Liegt der Ist-Finanzierungsbeitrag über dem geplanten Betrag erfolgt eine Nachforderung, ansonsten wird der zuviel bezahlte Betrag gutgeschrieben.

Bei weiteren Fragen können Sie uns gerne eine E-Mail an finanzierungsbeitrag@rtr.at schicken.

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