BMVIT und RTR-GmbH erstellen IKT-Masterplan: 44 Maßnahmen zur Verbesserung des IKT-Standorts Österreich

44 Maßnahmen, um Österreich an der Spitze zu positionieren - Bewusstsein für die Bedeutung von IKT schaffen - Standortattraktivität Österreichs für IKT-Unternehmen verbessern - IKT-Infrastruktur flächendeckend ausbauen - Nutzung von IKT forcieren

Pressemitteilung vom 09.11.2005

Im Juni 2005 beauftragte Herr Vizekanzler Hubert Gorbach, Bundesminister für Verkehr, Innovation und Technologie, die RTR-GmbH mit der Erstellung eines IKT-Masterplans Informations- und Kommunikationstechnologien (IKT) für Österreich. „Auf Basis dieses Auftrags führte die RTR-GmbH in enger Kooperation mit dem BMVIT eine Stärken-/Schwächen Analyse und eine Ist-Erhebung der österreichischen Position im IKT-Markt durch und erarbeitete die strategischen und operativen Ziele sowie ein Maßnahmenpaket“, erläutert Mag. Andreas Reichhardt, Leiter der Sektion III im BMVIT, das Projekt. „Ziel ist es, Österreich einen Spitzenplatz in der Informationsgesellschaft nachhaltig zu sichern und als attraktiven Wirtschaftsstandort in einem harten Konkurrenzumfeld nachhaltig zu positionieren“, so Reichhardt weiter.

„Mit einem Gesamtumsatz von ca. 14,5 Mrd. EUR für 2004 und mehr als 120.000 Beschäftigten zählt der IKT-Sektor bereits heute zu einem der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren in Österreich“, beschreibt Dr. Georg Serentschy, Geschäftsführer der RTR-GmbH für den Fachbereich Telekommunikation, den Status quo. „Der vorliegende IKT-Masterplan unterstreicht die Bedeutung von IKT für den Standort Österreich, für die Volkswirtschaft, die Industrie und die Bevölkerung. Er versteht sich als ein Beitrag, mit dem eine umfassende Diskussion aller betroffenen Gruppen initiiert und die Planung sowie Realisierung der Umsetzung durch die verantwortlichen Stellen unterstützt werden soll.“

44 Maßnahmen, um Österreich an der Spitze zu positionieren

Ausgerichtet an den strategischen und operativen Zielen des IKT-Masterplans wurde zu dessen Umsetzung ein Paket von 44 Maßnahmen geschnürt.

Bewusstsein für die Bedeutung von IKT schaffen

Um Österreich im internationalen Standortwettbewerb unter den Tops zu platzieren, muss auf politischer, nationaler und internationaler Ebene das Bewusstsein für die hohe Bedeutung von IKT für Österreich geschaffen werden. Das Spektrum der Maßnahmen reicht dabei von einer umfassenden IKT-Informationspolitik, über die Stärkung des nationalen Bewusstseins bis hin zu einer Verbesserung der internationalen Wahrnehmung. „Im letzten Fall ist konkret angedacht, internationales Networking zu verbessern, um in weiterer Folge Österreich als IKT-Standort speziell für Osteuropa weiter auszubauen“, konkretisiert Reichhardt die Maßnahmen.

Standortattraktivität Österreichs für IKT-Unternehmen verbessern

„Wesentlich für den Ausbau von IKT und der damit verbundenen Standortattraktivierung wird mehr denn je die Förderung von Forschung und Entwicklung sowie die Aus- und Weiterbildung im IKT-Bereich sein. Nur so kann ein hohes Maß an Qualität von Produkten und Dienstleistungen garantiert werden“, führt Serentschy aus. „Ein weiterer Erfolgsfaktor für die Umsetzung des IKT-Masterplans ist die Erleichterung von Unternehmensgründungen, etwa durch die Forcierung von Business Angels Netzwerken.“

IKT-Infrastruktur flächendeckend ausbauen

Von zunehmender Wichtigkeit wird es weiters, die Entwicklung flächendeckender Infrastruktur zu fördern und die nachhaltige Versorgung aller mit breitbandigen Diensten sicherzustellen. „Für eine entsprechende Realisierung ist dafür sicherlich eine angebotsseitige Breitbandförderung erforderlich. Dann soll die nationale Förderstrategie mit lokalen Initiativen kombiniert werden, um möglichst effektiv die ‚weißen’ Flecken auf der Landkarte zu beseitigen. Voraussetzung dafür ist allerdings ein regelmäßiges Monitoring des IKT-Status“, erläutert Serentschy die Punkte des Maßnahmenplans. „Darüber hinaus haben wir Maßnahmen zur Erleichterung des IKT-Infrastrukturaufbaus vorgeschlagen – Stichwort Leerverrohrung oder Genehmigungsverfahren.“

Nutzung von IKT forcieren

„Bei der Forcierung der IKT-Nutzung kann man ebenfalls auf vielen Ebenen ansetzen: Notwendige Bildungsvoraussetzungen, sowie Sicherheit und Vertrauen schaffen, innovative Dienste fördern, die entsprechenden Voraussetzungen bei Endgeräten schaffen und Anreize zur Breitbandnutzung bieten. Die Idee, die dabei hintern allen Maßnahmen steckt, ist der Abbau bestehender Nutzungsbarrieren“, so Reichhardt. „Konkreter gesagt umfassen diese Maßnahmen beispielsweise die vermehrte Setzung von Impulsen zur Breitbandnutzung, wie die nachfrageseitige Breitbandförderung oder die Förderung von österreichischem Content“. Insbesondere zur Hilfestellung bei der Markteinführung von Forschungsprojekten oder Diensten im öffentlichen Interesse soll eine Initiative zum Beispiel in Form eines Förderprogrammes gestartet werden“ fasst Reichhardt zusammen.

„Der IKT-Masterplan, an dem wir in den letzten Monaten intensiv gearbeitet haben, ist ein Beitrag für Österreich, zukünftige Herausforderungen wie Globalisierung, Intensivierung des Standortwettbewerbs oder den Gefahren der sozialen Trennung gut gerüstet anzunehmen“, Serentschy abschließend.

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