Bottom-Up-Kostenrechnungsmodelle

Die Kommunikationsdienste machten in den vergangenen Jahren einen bedeutenden Wandel durch. Die traditionelle festnetzgebundenen Sprachtelefonie wurde durch Mobilfunk ergänzt und teilweise abgelöst. Der Zugang zum Internet wurde für weite Teile der Bevölkerung möglich. Die angebotenen Bandbreiten sowie die darüber transportierten Datenmengen wuchsen rasch an. Auch in Zukunft wird sich dieses Wachstum fortsetzen und erfordert daher auch eine laufende Weiterentwicklung der zugrunde liegenden Telekommunikationsinfrastruktur.

Viele europäische Telekomanbieter haben zuletzt ihre Netze zu einem „Next Generation Network“ (NGN) aufgerüstet oder planen diesen technologischen Schritt für die nächsten Jahre. Im Anschlussbereich zum Endkunden erfolgt durch den teilweisen Einsatz von Glasfaserleitungen eine Aufrüstung zu einem „Next Generation Access“ (NGA).

Diese Entwicklungen erforderten auch Anpassungen in den regulierten Bereichen des Zugangs zu Kommunikationsnetzen und deren Zusammenschaltung (All IP im NGN). Insbesondere sind auch die Entgelte für diese Vorleistungen davon betroffen, die sich die Netzbetreiber gegenseitig verrechnen und die den diesbezüglichen Vorgaben der Europäischen Kommission zu entsprechen haben.

Zur Ermittlung der jeweiligen Kosten dieser Vorleistungen werden von der RTR-GmbH Kostenrechnungsmodelle eingesetzt, die als Grundlage für die Festsetzung von Entgelten vor allem im Rahmen von Marktanalyseverfahren dienen.

In den folgenden weiterführenden Links sind Informationen zu den aktuellen Kostenrechnungsmodellen zu finden:


Ende 2007 hat die RTR-GmbH eine Workshopreihe zum Thema "Abrechnungssysteme auf Vorleistungsebene" ins Leben gerufen. Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen können unter dem folgenden Link abgerufen werden: https://www.rtr.at/de/tk/AbrechnungssystemeVL