Roaming in der EU – Übergangsregelung

Am 30. April 2016 hat eine Übergangsphase, die der erste Schritt auf dem Weg zur endgültigen Abschaffung der Roaminggebühren in der EU ist, begonnen.

Innerhalb dieser Übergangsperiode, die bis zum 14. Juni 2017 andauern soll, darf Ihnen der Betreiber zusätzlich zum inländischen Endkundenpreis einen Roamingaufschlag verrechnen, jedoch dürfen dabei bestimmte Höchstentgelte nicht überschritten werden. Bei Tarifen mit inkludierten Einheiten sind  Roamingeinheiten genauso wie inländische Einheiten von den inkludierten Mengen abzuziehen; zusätzlich kann jedoch ein maximaler Aufschlag je Minute, SMS oder MB verrechnet werden. Wie bisher können Sie auch weiterhin von alternativen Roamingtarifen, sofern vom Betreiber angeboten, Gebrauch machen.

Maximale Entgelte bei Verrechnung eines Aufschlages zum inländischen Endkundenpreis

Tarife mit inkludierten Einheiten: Abzug der inkludierten Einheit (inländischer Preis) plus Aufschlag (inkl. USt.), nicht mehr alsTarife mit Abrechnung pro min/SMS/MB: inländischer Endkundenpreis pro min/SMS/MB plus Aufschlag (inkl. USt), nicht mehr als
Abgehende Anrufe: 0,06 EuroAbgehende Anrufe: 0,228 Euro
Ankommende Anrufe: 0,01296 EuroAnkommende Anrufe: 0,01296 Euro
SMS: 0,024 Euro, für den Empfang darf kein Aufschlag verrechnet werdenSMS: 0,072 Euro
Daten: 0,06 Euro/MB, dies gilt auch für MMS falls diese inkludiert sindDaten/MMS: 0,24 Euro/MB bzw. pro MMS

Nach Überschreiten der inkludierten Freieinheiten darf der Betreiber den inländischen Endkundenpreis plus Aufschlag verrechnen.

Wenn kein zusätzlicher Aufschlag verrechnet wird, darf der Betreiber maximal ein Entgelt in Höhe des inländischen Entgelts in ein anderes Netz („Off-net–Preis”), welches für den jeweiligen Dienst im Inland verrechnet wird, verrechnen. Die oben genannten Höchstentgelte gelten in diesem Fall nicht.