Hochschwab Drama

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CategoryDokumentation
Producerpre tv Gesellschaft für Film- und Videoproduktion m.b.H.
Overall costs€ 299.899,92
Publicly sponsored€ 59.980,00
SponsorsFERNSEHFONDS AUSTRIA, Cine Styria, Land Niederösterreich
Television stationServusTV Fernsehgesellschaft m.b.H.
Length60 minutes
Year2019 (1. Antragstermin)

Es war der größte Bergrettungseinsatz in der Geschichte der Steiermark. Am 2. November 1988 geraten sieben Wanderer auf dem Hochschwab in Bergnot. Die Gruppe, bestehend hauptsächlich aus jungen Leuten eines Bibelkreises aus der Südsteiermark, geht am Allerseelentag bei bestem Wetter los, um den 2277 Meter hohen Gipfel zu besteigen. Doch auf dem weitläufigen Hochplateau vor dem Gipfel schlägt das Wetter um und sie verirren sich beim Abstieg in Nebel und Schnee. Herbert Kolleritsch (34) fällt in eine Doline und bricht sich ein Bein. Die Gruppe verharrt bei dem Verletzten eine ganze Nacht bei Eiseskälte. Dann trennen sie sich am Morgen - vier von ihnen wagen unter widrigsten Verhältnissen den Abstieg, um Hilfe zu organisieren. Hans Kern und seine Freundin Rosa verbleiben bei dem Verletzten. Es ist eine Liebesgeschichte mit tragischem Ausgang, Rosa erfriert noch am selben Tag in den Armen von Hans. In der Zwischenzeit durchkämmen 35 Bergretter das weitläufige Gebiet, um die Vermissten zu finden. Doch der Schnee hat alle ihre Spuren verwischt, an einen Hubschraubereinsatz ist wegen des dichten Nebels nicht zu denken. Die beiden Männer an der Doline verbringen eine weitere eisige Nacht draußen. Der verletzte Herbert Kolleritsch ist in der höhlenartigen Doline ein wenig besser geschützt als Hans Kern, der heute noch sein Überleben auf -ein Wunder- und seine langjährige Praxis mit autogenem Training zurückführt. Als sich am Morgen danach das Wetter bessert, beginnt eine Rettungsaktion, die in der Geschichte der Steiermark ohne Beispiel ist. Fünf Rettungshubschrauber sowie 135 Bergretter und Alpingendarmen sind gemeinsam mit dem Bundesheer im Einsatz, um die sieben Vermissten zu finden. Als Erster wird Hans Kern gefunden, dann Herbert Kolleritsch aus der Doline geborgen - beide mit schweren Erfrierungen. Als sie gefragt werden, wo sich die anderen vier befinden, werden schlimme Befürchtungen wach. Diese bewahrheiten sich, als ein Hubschrauber mit seinen Rotorblättern den Schnee am Rand einer Felswand freilegt und vier Leichen zum Vorschein kommen. Alle vier sind tödlich abgestürzt. Das Unglück vom Hochschwab 1988 hat das Dorf St. Veit am Vogau verändert. 30 Jahre danach kehren Angehörige, Mitglieder der Pfarrgemeinde sowie Überlebende an den Ort des Schreckens zurück, um der Toten zu gedenken. Die Fragen nach Schuld, fehlender Einschätzung der Gefahren und der Verkettung unglücklicher Umstände stellen sich bis heute. Das Unglück von 1988 hat auf ein Neues gezeigt, dass der Hochschwab in all seiner Schönheit und Einzigartigkeit bei widrigen Wetterbedingungen ein gefährlicher Berg ist und eine einfache, harmlose Wanderung zum Grenzerlebnis zwischen Leben und Tod werden kann.