Testbetrieb für digitales terrestrisches Fernsehen und interaktive MHP-Applikationen

Die Auswahl der Testhaushalte

Das mit der Begleitforschung beauftragte Marktforschungsinstitut Fessel-GfK war für die Anwerbung der Testhaushalte und in Kooperation mit evolaris für die dafür notwendige technische Begehung im Vorfeld des Versuchs zuständig. Durch Fessel-GfK und evolaris wurden die Haushalte auch mit der erforderlichen Empfangstechnik (DVB-T- und MHP-fähige Set-Top-Boxen sowie Antennen) ausgerüstet.


Technische Voraussetzungen

Da während des Testbetriebes die Applikationen intensiv auf ihre Rückkanalfähigkeit getestet werden sollten, wurden nur Haushalte mit einem bestehenden analogen Telekom-Festnetzanschluss angeworben. Zwei Drittel der Haushalte, deren Set-Top-Boxen mit analogen Modems ausgestattet waren, wurden mit einem analogen Internetpaket (AON Flash) ausgestattet. In den verbleibenden Haushalten, in denen ethernet-fähige Set-Top-Boxen an das TV-Gerät angeschlossen wurden, installierte man einen Breitband-ADSL-Anschluss (AON Speed).

Innerhalb des – anhand eines Simulationsprogramms durch die RTR-GmbH ermittelten – terrestrischen Ausstrahlungsgebietes von !TV4GRAZ wurden Haushalte mit Festnetzanschluss und zumindest einem Fernsehgerät nach dem Zufallsprinzip mittels telefonischem Screening angeworben. Der daraus resultierende Adressenpool umfasste 825 Adressen. Die endgültige Anwerbung der Haushalte erfolgte durch persönliche mündliche Interviews, begleitet durch eine technische Begehung.

Die digitale Empfangsqualität am Hauptfernsehgerät wurde gleich zu Beginn des Anwerbeinterviews überprüft. War der Empfang nicht ausreichend (ORF 1, ORF 2 Steiermark und ATVplus ohne Blockbildung und Ausfälle), erfolgte die Überprüfung der digitalen Antenne. Außerdem wurde die technische Anschlussmöglichkeit des digitalen Receivers (Set-Top-Box) an das Fernsehgerät erfasst und festgestellt, wie lang das Telefonkabel sein sollte bzw. ob der Anschluss an die vorhandene Telefonsteckdose möglich ist.

Aus dem vorhandenen Interessentenpool von 825 Adressen wurden 244 Adressen persönlich besucht. 178 Haushalte konnten schließlich für die Teilnahme am Testbetrieb gewonnen werden.