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Für den Empfang der digitalen Signale werden besondere Empfangsgeräte, so genannte Set-Top-Boxen benötigt, die zwischen Empfangsantenne und Fernsehgerät geschaltet werden. Die Set-Top-Box wandelt das digitale Signal so um, dass es von herkömmlichen analogen Fernsehern gelesen und dargestellt werden kann. Die technischen Anforderungen, die die Set-Top-Boxen für den DVB-T-Testbetrieb in Graz erfüllen mussten, wurden vom Projektmanagement und von den Kernpartnern definiert. Die wichtigsten Eckpunkte: MHP-Fähigkeit, Rückkanaltauglichkeit und natürlich Eignung für den DVB-T-Empfang.
Den Kernpartnern und dem Projektmanagement war es von Anfang an wichtig, Set-Top-Boxen mehrerer Hersteller zum Einsatz zu bringen, um so reale Marktverhältnisse mit unterschiedlichen Geräten besser simulieren zu können. Über den zuständigen Fachverband innerhalb der Wirtschafskammer Österreich wurden alle infrage kommenden Gerätehersteller und importeure angeschrieben und aufgefordert, Angebote für Set-Top-Boxen vorzulegen, die den definierten Anforderungen entsprachen.Die Suche nach entsprechenden Geräten gestaltete sich dennoch als äußerst schwierig. Das lag vor allem daran, dass die hohen Ansprüche des Grazer DVB-T-Testbetrieb der Entwicklung in bereits existierenden DVB-T-Märkten weit voraus waren.
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So spielten etwa im Großraum Berlin/Brandenburg, der ersten komplett auf DVB-T umgestellten Region Deutschlands, MHP-Zusatzdienste keine Rolle. Bei den Set-Top-Boxen, die dort im Markt erhältlich waren, handelte es sich um reine „Zapping“-Boxen, Geräte also, die ausschließlich zum Empfang der digitalen Audio- und Video-Signale dienen.
Letztendlich konnten vier Hersteller geeignete Set-Top-Boxen in ausreichender Stückzahl liefern. Dies waren Fujitsu Siemens und Philips mit jeweils 50 Stück, Humax mit 80 Stück und Nokia mit 20 Boxen. Dabei sei auch erwähnt, dass es sich bei diesen Geräten oftmals um Prototypen oder Boxen aus anderen Märkten handelte.
Allerdings stellte sich heraus, dass die Betriebssystem-Programmierungen der Set-Top-Boxen für die Aktivierung und Funktion der internen Modems verschieden waren. Zwar waren alle Modems dafür ausgelegt, MHP-Befehle zu akzeptieren. Im Detail zeigte sich jedoch, dass von den Herstellern der Set-Top-Boxen unterschiedliche MHP-Befehlsketten vorausgesetzt wurden. Für die beteiligten Applikationsentwickler war es daher eine besondere Herausforderung, die interaktiven Applikationen der MHP-Portale in direktem Kontakt mit den Middleware-Herstellern so zu gestalten, dass die Verbindung in das Telefonnetz der Telekom Austria aus allen MHP-Applikationen mit jeder Set-Top-Box hergestellt werden konnte.
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