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    Medien
  • Datum
    21.10.2011

Ende des analogen Satelliten-Fernsehens am 30. April 2012

RTR-GmbH informiert: Gemeinschaftsanlagen jetzt umrüsten, bevor es zu spät ist

Am 30. April 2012 soll die analoge Satellitenübertragung deutscher Fernsehprogramme endgültig Geschichte sein. Danach sind Programme wie etwa Das Erste (ARD), ZDF, RTL, RTL 2, Sat.1, ProSieben, VOX oder kabel eins ausschließlich digital verfügbar. Auf diese Entwicklung müssen in Österreich noch zahlreiche private TV-Haushalte mit Umrüstungsmaß­nahmen reagieren. Rund 3 % der Satelliten-Fernsehhaushalte oder rund 60.000 TV-Haushalte nutzen noch immer die analoge Satelliten­übertragung.


Darüber hinaus sind aber auch noch mehrere Tausend analoge Satelliten-Gemeinschaftsanlagen in Betrieb. Die Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH) weist darauf hin, dass diese Anlagen häufig dazu dienen, deutsche TV-Programme in hauseigene Kabelnetze von beispielsweise großen Wohnanlagen oder Hotels einzuspeisen. „Nach Schätzungen sind insgesamt mindestens 300.000 Zuseher vom Ende der analogen SAT-Übertragung betroffen“, so Dr. Alfred Grinschgl, Geschäftsführer der RTR-GmbH für den Fachbereich Medien.


Trotz einer Informationskampagne der RTR-GmbH und des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI), ist die Umrüstung von analogen Satelliten-Gemeinschaftsanlagen bisher nur sehr schleppend angelaufen. „Für die Umrüstung dieser analogen Satellitenanlagen werden sowohl Fachbetriebe der Kommunikationselektroniker, als auch spezielle Anlagen-Komponenten benötigt. Beides steht nur in begrenztem Maß zur Verfügung. Etwaige Lieferzeiten und Terminengpässe müssen berücksichtigt werden“, erläutert Manfred Müllner, Geschäftsführer-Stv. des FEEI. „Es besteht dringender Handlungsbedarf, wenn vermieden werden soll, dass in den betroffenen Häusern ab Mai 2012 deutsche Programme nicht mehr verfügbar sind.“


Auf den Empfang österreichischer TV-Programme hat die Abschaltung der analogen Satellitenübertragung deutscher TV-Programme keinerlei Auswirkungen.