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    Medien
  • Datum
    29.10.2010

Mehr als fünf Mio. Euro Förderungen für den kommerziellen und nichtkommerziellen Rundfunk

Bei den Förderentscheidungen zu den Antragsterminen für den Privatrundfunkfonds (PRRF) und den Nichtkommerziellen Rundfunkfonds (NKRF) wurden mehr als 5 Mio. Euro Förderungen an kommerzielle und nichtkommerzielle Rundfunkveranstalter vergeben. Für private kommerzielle Rundfunkveranstalter wurden Förderungen in Höhe von 3 Mio. Euro für das 2. Halbjahr 2010 vergeben. Nichtkommerzielle Veranstalter konnten Förderansuchen bereits für das Jahr 2011 stellen und erhielten 2 Mio. Euro.

„Die Nachhaltigkeit der Förderung wird sich bereits in zwei bis drei Jahren an der steigenden Qualität, an der Zunahme von Informationen und steigender Programmvielfalt in Österreich zeigen“, sagt Dr. Alfred Grinschgl, Geschäftsführer der RTR-GmbH für den Fachbereich Medien und zuständig für die Vergabe der Fondsmittel. „Die Förderung für kommerzielle und nichtkommerzielle Rundfunkveranstalter wird in den kommenden Jahren weiter steigen und im Jahr 2013 15 Mio. Euro für den Privatrundfunkfonds und 3 Mio. Euro für den Nichtkommerziellen Rundfunkfonds betragen“, so Grinschgl weiter.

62 Antragsteller erhalten 3,075 Mio. Euro aus dem PRRF

Beim 2. Antragstermin 2010 des Privatrundfunkfonds (PRRF) wurden von den zur Vergabe stehenden 3,075 Mio. Euro 31 Antragstellern aus dem Fernsehbereich insgesamt 1,886 Mio. Euro zugeteilt, im Hörfunkbereich erhielten 31 Antragsteller insgesamt 1,188 Mio. Euro an Förderungen. Bei der Mittelvergabe an die Fernsehveranstalter zur Inhalteförderung wurde bei diesem Antragstermin besonderes Augenmerk auf die inhaltlichen Kriterien Lokalbezug, Information und Kultur gelegt. 

Bei den Förderungen von insgesamt 1,886 Mio. Euro für den Fernsehbereich entfallen 1,255 Mio. der Fondsmittel auf die bundesweiten TV-Veranstalter ATV, Puls 4, gotv, Servus TV und Austria 9, lokale und regionale Veranstalter erhalten 631.000 Euro.

Hörfunk – je geringer die Reichweite desto höher die Förderung

Den Förderanträgen „kleinerer“ Hörfunkveranstalter mit einer technischen Reichweite unter 100.000 Hörern konnte mit Förderungen aus dem PRRF in der Höhe von 14.000 Euro zu 100 % entsprochen werden. Hörfunkveranstalter mit Reichweiten zwischen 100.000 und 300.000 Hörern erhielten in Summe 172.000 Euro, das sind 88 % der beantragten Fördersumme. Veranstalter mit einer Reichweite von mehr als 300.000 Hörern erhielten insgesamt 702.450 Euro bzw. 48 % der beantragten Fördersumme. Dem Verein Privatsenderpraxis, einer gemeinsamen Ausbildungsinitiative aller Rundfunkveranstalter, wurden für das 2. Halbjahr 2010 300.000 Euro zugeteilt.

„Bei der inhaltlichen Beurteilung der Anträge wurde auch hier besonderes Augenmerk auf Lokalbezug und Information gelegt. Ein weiteres Vergabekriterium, auf das bei allen Veranstaltern geachtet wurde, bestand in der Gesamtfördersumme des Jahres 2010. Die Ausgewogenheit war uns dabei ein besonderes Anliegen“, so Grinschgl. 

Nichtkommerzieller Rundfunkfonds: mehr als 1,98 Mio. Euro an 19 Antragsteller

Mit Stichtag 10. September 2010, dem Antragstermin für Förderungen aus dem Nichtkommerziellen Rundfunkfonds (NKRF) betreffend das Jahr 2011, wurden bei der RTR-GmbH 19 Förderansuchen gestellt. „Drei TV-Veranstalter, 14 Hörfunkveranstalter und zwei Ausbildungsinitiativen erhielten Fördermittel von in Summe 1,98 Mio. Euro“, gibt Dr. Alfred Grinschgl, Geschäftsführer der RTR-GmbH für den Fachbereich Medien und verantwortlich für die Mittelvergabe aus dem Nichtkommerziellen Rundfunkfonds, die Förderentscheidung bekannt: „1,773 Mio. Euro entfallen dabei auf Inhalteförderung, 163.000 Euro auf Ausbildungsförderung und 44.000 Euro auf Reichweitenerhebungs- und Qualitätsstudienförderung.“

Inhaltlich weisen die Sendungen und Sendereihen, für die Förderungen beantragt wurden, eine vielfältige und breite Streuung an Themen auf. Besonderes Augenmerk wurde auch auf den offenen Zugang zur Programmgestaltung und der begleitenden Ausbildung der Gestalter gelegt.

Drei TV-Veranstalter erhalten in Summe 525.460 Euro

Im Fernsehbereich entfallen insgesamt 199.900 Euro auf den Community TV Veranstalter OKTO und 197.060 Euro auf den 2010 gegründeten Sender DORF in Oberösterreich. Dem Community TV Salzburg, das zum Halbjahr 2011 den Sendebetrieb aufnehmen wird, wurden 128.500 Euro zugeteilt.

1,45 Mio. Euro gehen an Hörfunkveranstalter

1,285 Mio. Euro Inhalteförderung wurden an Hörfunkveranstalter vergeben, wobei jene mit einem größeren oder städtischen Versorgungsgebiet rund 100.000 Euro erhielten. Die übrigen Förderbeträge liegen zwischen 70.000 und 95.000 Euro.

Im Bereich der Ausbildungsförderung wurden auch Initiativen des Verbandes der Freien Radios sowie des Vereins COMMIT-Community Medien Institut mit 7.800 Euro bzw. 60.000 Euro gefördert.

40.000 Euro an Qualitätsstudienförderung wurden für ein umfangreiches Projekt der oberösterreichischen Radios unter der Federführung von Radio FRO gewährt.