In vielen Ländern wird gerade viel darüber gesprochen, ob Kinder und Jugendliche soziale Medien wie TikTok, Instagram oder Snapchat weniger oder später nutzen sollten. Manche Politikerinnen und Politiker überlegen sogar, die Nutzung von Social Media erst ab einem bestimmten Alter zu erlauben. Aber warum eigentlich?
Soziale Medien können Spaß machen. Man kann Videos schauen, mit Freunden schreiben oder neue Dinge lernen. Aber es gibt auch Probleme, die durch die Nutzung entstehen können:
Viele junge Menschen verbringen zum Beispiel sehr viel Zeit am Handy, sodass Schule, Hobbys, Bewegung oder sogar Schlaf zu kurz kommen können. Außerdem gibt es im Internet leider auch bösartige Kommentare oder Mobbing, weil manche Menschen Dinge schreiben, die sie sich im echten Leben vielleicht nicht trauen würden. Ein weiteres Problem sind ungeeignete Inhalte – also Videos oder Bilder, die Kinder verstören oder bewusst täuschen können. Hinzu kommt, dass soziale Medien oft so gestaltet sind, dass man immer weiter scrollen möchte und schnell die Zeit vergisst, was sich negativ auf die Stimmung oder die Konzentration auswirken kann.
Das Internet verbindet Freunde, aber es gibt auch viele Risiken © Lizenzfrei
Deshalb überlegen einige Länder, neue Regeln einzuführen. Dazu gehören zum Beispiel Altersgrenzen, sodass bestimmte Plattformen erst ab 14 oder 16 Jahren erlaubt sind, oder strengere Kontrollen, damit Kinder keine Inhalte sehen, die für Erwachsene gedacht sind. Auch die Firmen hinter den Plattformen sollen mehr Verantwortung übernehmen und ihre Angebote sicherer machen. Dabei geht es nicht darum, soziale Medien komplett zu verbieten, sondern junge Menschen besser zu schützen und ihnen einen sicheren Umgang mit dem Internet zu ermöglichen.
In der Europäischen Union spielt dabei ein Gesetz eine wichtige Rolle, das „Digital Services Act“ (DSA) heißt. Der DSA sorgt dafür, dass große Internetplattformen mehr auf Sicherheit achten. Zum Beispiel müssen sie Kinder besonders schützen, gefährliche oder verbotene Inhalte schneller löschen und erklären, wie ihre Programme funktionieren, die entscheiden, welche Videos oder Beiträge man sieht. Auch Werbung, die sich direkt an Kinder richtet, soll stärker eingeschränkt werden. Der DSA will dafür sorgen, dass soziale Medien sicherer und vertrauensvoller werden. Für Kinder und Jugendliche bedeutet das, dass es in Zukunft vielleicht strengere Altersregeln und mehr Sicherheitsfunktionen geben könnte. Die Idee dahinter ist, dass soziale Medien ein Ort zum Spaßhaben und Austauschen sein sollen, ohne Angst haben zu müssen oder in Gefahr zu geraten.