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Drei Wochen ohne Smartphone – das Experiment

Kann man ohne Handy glücklicher sein?

Genau das wollten Schülerinnen und Schüler in Österreich herausfinden – und daraus wurde ein richtig großes Projekt. 

Worum geht es?

Ausgangspunkt war ein Experiment an einem Gymnasium in Gänserndorf, bei dem 69 Jugendliche freiwillig beschlossen, drei Wochen lang auf ihr Smartphone zu verzichten. Das bedeutete: keine Social-Media-Apps, keine Dauer-Chats und kein ständiges Nachschauen am Bildschirm. 48 Schülerinnen und Schüler hielten bis zum Ende durch, 21 brachen früher ab, weil es ihnen zu schwer fiel. Eine ORF-Journalistin begleitete die Jugendlichen während dieser Zeit, daraus entstand später die Fernsehdokumentation „Drei Wochen Handyentzug: Das Experiment“. 

Logo des Handyfrei Experiments
Logo © Bundesministerium für Bildung

Weil das Projekt auf so großes Interesse gestoßen ist, wird es nun weitergeführt und auf ganz Österreich ausgeweitet. Schulen und Klassen ab der 5. Schulstufe können daran teilnehmen und ebenfalls 21 Tage lang versuchen, ohne Smartphone auszukommen. Dabei geht es nicht darum zu beweisen, dass Handys schlecht sind, sondern darum, das eigene Nutzungsverhalten zu hinterfragen. Viele Jugendliche verbringen täglich mehrere Stunden am Smartphone – zum Chatten, Scrollen oder Videoschauen. Das Experiment soll zeigen, wie sich eine Pause davon anfühlen kann und ob sich dadurch vielleicht Schlaf, Konzentration oder Stimmung verändern.

Lehrkräfte bekommen für die Durchführung Unterstützung und Unterrichtsmaterialien. Außerdem wird das Projekt wissenschaftlich begleitet: Fachleute untersuchen zum Beispiel, ob sich Stresslevel, Schlafqualität oder das allgemeine Wohlbefinden der Teilnehmenden verändern. Auch der ORF plant, das Experiment erneut medial zu begleiten. Im Mittelpunkt steht am Ende eine einfache, aber wichtige Frage: Wie viel Smartphone tut mir eigentlich gut? Das Projekt soll Jugendlichen helfen, bewusster mit digitalen Medien umzugehen und herauszufinden, ob ein Leben mit etwas weniger Bildschirmzeit vielleicht mehr Raum für Freundschaften, Hobbys und echte Pausen schafft.



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