• Bereich
    Telekommunikation
  • Datum
    03.06.2020

RTR-Ping-Warnung: Ping-Anrufe von +680-Nummern – rufen Sie keinesfalls zurück!

Rückrufe in den Südsee-Staat Palau können hohe Kosten verursachen

Die RTR verzeichnet seit kurzem wieder Beschwerden zu Ping-Anrufen. Die am Telefon-Display angezeigten Rufnummern beginnen mit den Ziffern 00 680 oder +680, das ist die Vorwahl der Republik Palau, eines Inselstaates im Pazifischen Ozean. Suggeriert wird, dass es sich bei den Anrufen um österreichische Mobilfunk-Rufnummern handelt.

Wie kann man internationale Rufnummern von österreichischen unterscheiden?

Generell gilt: Beginnt eine Telefonnummer mit zwei Nullen oder einem Plus, dann handelt es sich um eine internationale Nummer. Bei Rückrufen von unbekannten internationalen Rufnummern sollte man daher besonders vorsichtig sein oder Rückrufe sogar unterlassen.

Was sind Ping-Anrufe?

Ping-Anrufe werden nach nur einmaligem Klingeln (engl.: „ping“) wieder abgebrochen.  Die Ping-Rufnummer wird am Telefon-Display angezeigt. Die Angerufenen sollen so dazu verleitet werden zurückzurufen.

Warum sind die Rückrufe zu Ping-Rufnummern teuer?

Telefonnummern, die sich hinter den Ping-Anrufen verstecken, sind teure ausländische Rufnummern oder Rufnummern von Satellitentelefonen. Man wird in einer Warteschleife hingehalten. Das Minutenentgelt ist ein hohes; je länger die Telefonverbindung aufrecht ist, desto höher wird der Betrag, der verrechnet wird.

Was kann ich bei Ping-Anrufen tun?

Sollten Sie bei einem Ping-Anruf abheben, kann nichts passieren, es entstehen dadurch keine Kosten. Aber rufen Sie keinesfalls zurück. Sollten Sie wiederholt Ping-Anrufe erhalten, wäre dies eine mögliche Abwehrmaßnahme: Moderne Smartphones bieten oftmals die Möglichkeit (im Betriebssystem integriert oder mittels eigener Apps), eingehende Telefonate mit bestimmten Nummern überhaupt zu unterdrücken.

Rufnummern-Missbrauch unter rufnummernmissbrauch.at melden

Rufnummernbereiche, die missbräuchlich verwendet werden, werden unter rufnummernmissbrauch.at gelistet. Dort finden Sie auch ein Formular, mit dem Sie uns verdächtige Nummern melden können. Damit können wir die Liste der betroffenen Vorwahlen immer aktuell halten, rechtzeitig Ping-Wellen erkennen und die Bevölkerung informieren.