• Bereich
    Telekommunikation
  • Datum
    20.04.2026

Telekom- und Digitalregulierung neu denken: Studie analysiert Chancen, Risiken und Reformbedarf in einem vernetzten Ökosystem

Fachbereich Telekommunikation und Post der RTR veröffentlicht Studie von EcoAustria

Seit der Liberalisierung der Telekommunikationsmärkte in den 90iger Jahren hat sich sowohl auf elektronischen Kommunikationsmärkten als auch im gesamten IKT-Ökosystem enorm viel verändert. So waren die letzten Jahre durch den Ausbau und den Einsatz neuer Infrastrukturen bzw. Technologien mit ganz neuen Möglichkeiten geprägt. In Mobilfunknetzen wurde 5G ausgerollt, im Festnetz wird Glasfaser laufend ausgebaut und die Abschaltung des Kupfernetzes wird diskutiert. Starlink hat das erste umfassende Low Earth Orbit Satellitennetzwerk gestartet und Amazon Leo ist dicht dahinter.

"Um den Anforderungen eines vernetzten, technologiegetriebenen und wirtschaftlich hochrelevanten IKT-Sektors jetzt und zukünftig gerecht zu werden, bedarf es auch einer inhaltlichen und institutionellen Weiterentwicklung der Telekom- und Digitalregulierung. Der Fachbereich Telekommunikation und Post der RTR hat das unabhängige Wirtschaftsforschungsinstitut EcoAustria mit der Erstellung einer Studie beauftragt, um hier eine fundierte kritische externe Meinung zu erhalten. Die Studie stellen wir daher ab sofort der interessierten Öffentlichkeit und allen Stakeholdern auf unserer Website für einen weiteren Diskurs zur Verfügung", sagt Klaus M. Steinmaurer, Geschäftsführer der RTR für den Fachbereich Telekommunikation und Post, und betont, "wir haben bewusst ein regulierungskritisches Institut ausgewählt, um unsere bestehenden Sichtweisen einer objektiven Prüfung zu unterziehen."

"Die extreme Dynamik des Marktes stellt die bestehenden gesetzlichen Rahmenbedingungen zunehmend auf die Probe. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, wie sich die Regulierung des IKT-Sektors in Zukunft verändern soll, um optimale Ergebnisse im Sinne aller Stakeholder – Wirtschaft wie Endnutzer:innen – zu erzielen, und dabei Innovation und Wettbewerb zu fördern. Hier setzt unsere Studie an", sagt Monika Köppl-Turyna, Direktorin von EcoAustria.

"Wir haben in der Studie vier Schwerpunkte gesetzt, um zu analysieren, wie sich Regulierung in einem stark vernetzten und schnelllebigen Umfeld weiterentwickeln muss. Im Fokus standen die Ausgestaltung der Regulierung, die Aufteilung zwischen europäischer und nationaler Ebene, die Kosten-Nutzen-Bilanz seit Beginn der Liberalisierung sowie die Frage, welche Spielräume es auf nationaler Ebene bei den behördlichen Zuständigkeiten gibt", führt der Studienautor von EcoAustria, Wolfgang Briglauer, aus.

"Über konstruktives Feedback würde ich mich freuen! Um diesbezüglich einfach mit uns in Kontakt treten zu können, haben wir die Mailadresse diskurs-tk@rtr.at eingerichtet, die wir ein Monat lang offen halten", so Steinmaurer abschließend.

Die Studie ist auf der Website der RTR veröffentlicht und umfasst alle Bereiche, die entweder den Bereich Telekommunikation direkt betreffen oder in einem Naheverhältnis zum Sektor stehen. Nicht umfasst sind hingegen Themen wie die Regulierung von Medien und Inhalten.

Mit den RTR-Newslettern einfach informiert bleiben!