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  • Newsletter
    02/2026
  • Datum
    13.05.2026

CCOA 2026: RTR Medien und KommAustria bei Gipfel zu Online-Antisemitismus und digitaler Regulierung 

RTR Medien und KommAustria beteiligten sich an internationalen Diskussionen zu Plattformregulierung, DSA-Umsetzung und Maßnahmen gegen antisemitische Inhalte im Netz

Alina Baumgartner (RTR Medien), Svea Windwehr (D64 - Zentrum für digitalen Fortschritt), Yfat Barak-Cheney (Jüdischer Weltkongress), Jaakob Hansen (Europäische Kommission) (v.l.) © CCOA I Esther Offenberg

Vom 16. bis 18. März 2026 nahm Mag. Alina Baumgartner vom Team Digitale Dienste der RTR-Medien am „Policy Forum der Coalition to Counter Online Antisemitism“ in Berlin teil. Bei der internationalen Fachveranstaltung, die von der „Coalition to Counter Online Antisemitism“ (CCOA) gemeinsam mit dem „Institute for Strategic Dialogue“ (ISD) organisiert wurde, kamen Vertreter:innen aus Politik, Regulierung, Forschung und Zivilgesellschaft aus ganz Europa zusammen um Lösungen und Strategien im Kampf gegen zunehmenden Antisemitsmus zu entwickeln. 

Im Rahmen der Veranstaltung nahm Alina Baumgartner zudem an dem Roundtable „Europe’s Digital Future: Policy, Regulation, Responsibility“ teil. Gemeinsam mit Yfat Barak-Cheney, Director of International Affairs und Director of Technology and Human Rights beim World Jewish Congress, Jaakob Hansen, Policy Officer des Office of the Coordinator on Combating Antisemitism der Europäische Kommission, sowie Svea Windwehr, stellvertretende Vorsitzende von D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt, diskutierte sie über die zunehmende Verlagerung antisemitischer Inhalte in digitale Räume. Im Mittelpunkt des Panels standen Strategien und politische Maßnahmen zur Bekämpfung von Antisemitismus und Radikalisierung im digitalen Raum.  

Der Gipfel wird eröffnet
Esther Offenberg vom ISD Berlin eröffnet die Konferenz © CCOA I Esther Offenberg

Im Mittelpunkt des Forums standen aktuelle Herausforderungen bei der Umsetzung europäischer Regulierungsinstrumente im Umgang mit Online-Antisemitismus, wie etwa der Digital Services Act. Das Programm umfasste Panels, Deep-Dive-Sessions und Workshops zu Themen wie Plattformregulierung, die Erkennung antisemitischer Inhalte sowie Bildungs- und Präventionsmaßnahmen.

Insbesondere die zunehmende Verbreitung antisemitischer Inhalte im digitalen Raum, die häufig mit Desinformation und Verschwörungserzählungen verknüpft ist, wurde diskutiert. In vielen Beiträgen wurde auf die wichtige Rolle der Zivilgesellschaft, aber auch der Koordinatoren für Digitale Dienste und der Europäischen Kommission hingewiesen.

Darüber hinaus identifizierten die Teilnehmenden Defizite bei der Datenlage, dem Monitoring und der sektorübergreifenden Zusammenarbeit. Konsens bestand darin, dass ein stärker koordinierter, systemischer und präventiver Ansatz notwendig ist, um Online-Antisemitismus wirksam zu begegnen und regulatorische Instrumente besser aufeinander abzustimmen.

Zum Abschluss der Konferenz fand zudem der hochrangige, geschlossene Roundtable „High-Level Roundtable on Combatting Antisemitism in the Context of Digital Regulation“ statt. An diesem nahm auch Dr. Susanne Lackner, stellvertretende Vorsitzende der KommAustria, virtuell teil. Im Fokus standen die Schnittstellen zwischen nationalen Antisemitismusstrategien und der Umsetzung des DSA sowie Möglichkeiten multilateraler Zusammenarbeit bei Forschung, Meldesystemen und Durchsetzung.

Diskriminierung und Hassrede stellen ein Risiko für Nutzer:innen im digitalen und zunehmend auch im analogen Raum dar. Der Schulterschluss breiter Gesellschaftsteile auf der Konferenz hat gezeigt, dass das Thema eine gesamtgesellschaftliche Anstrengung erfordert, um Sicherheit und demokratischen Diskurs zu gewährleisten.


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