Der Nichtkommerzielle Rundfunk (NKR) in Österreich ist eine eigenständige demokratische Medieninfrastruktur. Mit seinem Angebot an Laien, journalistische Medienproduktionen unter professioneller Anleitung selbst zu gestalten, ist seine gesellschaftliche Bedeutung nach anderen Maßstäben zu beurteilen als die Programmangebote der öffentlich‑rechtlichen und privaten Medien. Zu diesem Schluss kommt die qualitative Studie „Nichtkommerzielle Rundfunkveranstalter: Was sie tun und was sie leisten“, die die Universität Salzburg im Auftrag des Fachbereichs Medien der Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR Medien) erstellt hat. Am 5. März 2026 wurde die Untersuchung bei der RTR Medien in Wien vorgestellt.
Mit dem Begriff ‚Aktivierende Reichweite‘ prägt die Studie ein anderes Verständnis für das Angebot des Nichtkommerziellen Rundfunks, der nicht allein auf die passive Nutzung von Medienberichten abzielt. Stattdessen wird es den Menschen ermöglicht, selbst über Ereignisse zu berichten, die sie in ihrem Umfeld bewegen und die oftmals keinen Niederschlag in anderen Medienangeboten finden.