Gemäß § 14 Privatradiogesetz (PrR-G) hat die KommAustria ein laufendes Verzeichnis (Frequenzbuch) der Zuordnung der drahtlosen terrestrischen Übertragungskapazitäten nach Frequenz und Standort zu den Gebieten privater Hörfunkveranstalter sowie des Österreichischen Rundfunks zu führen. Ein solches Frequenzbuch ist nach § 18 Audiovisuelle Mediendienste-Gesetz (AMD-G) auch für die terrestrischen Übertragungskapazitäten im Fernsehbereich (einschließlich des Frequenzpools für digitales terrestrisches Fernsehen) zu führen.
Unter den folgenden Links können Sie die Zuordnung der Übertragungskapazitäten jeweils für Hörfunk und Fernsehen nach Versorgungsgebiet oder nach Standort und Frequenz sortiert abrufen. Bitte beachten Sie auch die Hinweise zum Frequenzbuch.
Ergänzend stehen die Daten in elektronisch weiterverarbeitbaren Formaten (csv, xml, json) bzw. zum Abruf über eine Schnittstelle als Open Data (Frequenzbuch und Frequenzpool) zur Verfügung.
Im Frequenzbuch scheinen gemäß § 14 PrR-G bzw. § 18 AMD-G die Zuordnungen von drahtlosen terrestrischen Übertragungskapazitäten nach Frequenz und Standort zu den Versorgungsgebieten privater Rundfunkveranstalter, Multiplex-Betreiber sowie die Zuordnungen zum Österreichischen Rundfunk auf.
Die auf Open data dargestellen Informationen werden auf Basis der erfolgten rundfunkrechtlichen Zuordnungen erstellt. Die Zuordnungen einzelner angeführter Übertragungskapazitäten sind möglicherweise aufgrund laufender Rechtsmittelverfahren noch nicht rechtskräftig. Außerdem ist eine Reihe der zugeordneten Übertragungskapazitäten noch nicht in Betrieb. Die Daten werden in der Regel zweiwöchentlich aktualisiert. Zu beachten ist darüber hinaus, dass – soweit Hörfunk- und Fernsehprogramme im Frequenzbuch aufscheinen – nur solche Programme angezeigt werden, die unter der Rechtsaufsicht der KommAustria stehen.
Die Darstellung ist jeweils nach Bundesländern, in denen die betreffenden Funkstellen liegen, kategorisiert.
Die Tabellen enthalten folgende Informationen:
In dieser Spalte wird der Name der Stadt oder Gemeinde angegeben, in dessen mittelbarer oder unmittelbarer Nähe der Sender gelegen ist. Diese Angabe dient dem leichteren Auffinden des Senderstandortes auf einer Landkarte und beschreibt nicht das durch den so benannten Sender versorgte Gebiet. Dieses kann die Gemeindegrenzen des angegebenen Ortes erheblich überschreiten oder auch nicht voll erreichen, je nach den kennzeichnenden Merkmalen des Senders.
Gibt es in der Nähe einer größeren Gemeinde oder Stadt mehr als einen Senderstandort, hätten die Sender den gleichen Namen. Zur Unterscheidung werden daher die Namen der einzelnen Sender durchnummeriert, wobei aus historischen Gründen der erste Sender auch keine Nummer tragen muss.
Unter „Standort” ist eine nähere Angabe über die Lage des Senderstandortes angegeben. Beschreibt der Name der Funkstelle (z.B. durch die geringe Ausdehnung der Gemeinde) bereits eindeutig den Senderstandort, kann diese Angabe auch entfallen.
Eine genauere Beschreibung des Standortes ist mit den Angaben in den Listen des Frequenzbuches nicht möglich. Dazu wären zusätzliche Angaben wie geografische Koordinaten und Seehöhe erforderlich, deren Einbeziehung den Rahmen dieser tabellarischen Auflistung der zugeordneten Übertragungskapazitäten sprengen würde. Sie sind auch nicht erforderlich, solange der Senderstandort mit den vorhandenen Angaben unverwechselbar definiert ist.
Die Frequenz wird in MHz (Megahertz) angegeben.
Hier handelt es sich um die maximale bewilligte von der Senderantenne effektiv abgestrahlte Leistung in kW (Kilowatt = 1000 Watt) in der Hauptstrahlrichtung („maximum effective radiated power“). Nur bei Rundstrahlantennen gilt dieser Wert für alle Himmelsrichtungen (Azimute). Da im Allgemeinen Richtantennen verwendet werden, ist die abgestrahlte Leistung in allen anderen als der Hauptstrahlrichtung kleiner oder maximal gleich der hier angegebenen Leistung. Da einerseits Richtantennen entsprechend ihrer physikalischen Eigenschaft üblicherweise über einen gewissen Gewinn verfügen, andererseits aber Antennenweichen und Kabel das Signal zu einem gewissen Grad dämpfen, ist die ERP nicht identisch mit der vom Sender an das Antennenkabel angegebenen Leistung.
Eine gegebenenfalls vorhandene Absenkung der Hauptstrahlrichtung („down-tilting“), womit bei Großantennen eventuell eine Reduktion der ERP in der horizontalen Ebene einherginge, wird nicht berücksichtigt und kann allenfalls im Koordinierungsprozess bei Großsendern von Bedeutung sein.
Die Sender sind in der Ansicht nach Versorgungsgebiet innerhalb des jeweiligen Versorgungsgebietes nach ERP in absteigender Reihenfolge gereiht, um ihre Bedeutung und ihren Versorgungsgrad in etwa abzubilden. In der Ansicht nach Standort und Frequenz erfolgt die Sortierung in der Reihenfolge Name der Funkstelle und Frequenz bzw. Kanal.