Die KommAustria schaut in Österreich, dass es im Internet fair und sicher zugeht. Sie kümmert sich dabei aber nicht um die einzelnen Menschen, die das Internet benutzen, sondern darum, dass Firmen und Anbieter von Videos, Websites und Apps sich an die Regeln halten.
Diese Regeln stehen in einem europäischen Gesetz, das Digital Services Act (DSA) heißt. Das ist ein Gesetz der Europäischen Union für das Internet. Es soll dafür sorgen, dass Menschen online geschützt sind und ihre Rechte auch im digitalen Raum gelten – so wie im echten Leben.
Was macht die KommAustria genau?
V.l. Michael Ogris, Martina Hohensinn, Gerhard Holley, Martin Stelzl, Susanne Lackner, Katharina Urbanek, Thomas Petz © RTR 2024/AK
Die KommAustria ist in Österreich der sogenannte „Koordinator für digitale Dienste“. Das bedeutet, dass sie die Hauptstelle in Österreich ist, die dafür sorgt, dass Online-Plattformen und digitale Dienste die Regeln des Digital Services Act (DSA) einhalten. Dabei achtet sie unter anderem darauf, dass Nutzer Inhalte melden können, die unerwünscht oder gefährlich sind, Plattformen schnell und einfach mit Nutzern kommunizieren können, klar erklären, warum Inhalte eingeschränkt oder entfernt werden, und dass es Unterstützung gibt, wenn es Streit mit Plattformen gibt.
Wie kann dieses Ziel erreicht werden?
KommAustria bietet Orientierung © Europäische Kommission
Die KommAustria arbeitet dabei auch eng mit anderen europäischen Ländern zusammen, denn das Internet kennt keine Landesgrenzen. Wenn ein Problem mehrere Länder betrifft, helfen sich die Behörden gegenseitig. In dieser Rolle ist die KommAustria mit den anderen nationalen Behörden und der Europäischen Kommission im Rahmen des "Europäischen Gremiums für Digitale Dienste" im Austausch. Durch die Vernetzung entsteht ein Schutzschirm, der Menschen im Internet vor Gefahren schützt. Diese Behörden werden als Koordinatoren für digitale Dienste bezeichnet.
In jedem EU-Land gibt es solche Behörden, die sich gegenseitig unterstützen. Für besonders große Plattformen ist jedoch die Europäische Kommission zuständig, die als Einrichtung der EU in Brüssel sitzt. Man kann sich das Ganze wie ein Team vorstellen. Jedes Land hat einen eigenen Vertreter und die arbeiten gemeinsam für ein Ziel.
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