Die Regulierungsbehörde führt auf Basis der Österreichischen Cybersicherheitsstrategie (ÖSCS), des Österreichischen Programms zum Schutz kritischer Infrastruktur (APCIP) und § 44 Abs. 3 Z 1 Telekommunikationsgesetz 2021 (TKG 2021) erneut eine Branchenrisikoanalyse für den Telekommunikationssektor durch.
Ausgehend von den Branchenrisikoanalysen im Energiebereich und im TK-Bereich haben die beiden Sektoren auf Initiative der beiden Regulierungsbehörden e-Control Austria und Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR-GmbH) bereits vor einigen Jahren einen institutionalisierten Austausch zu Fragen der Cybersicherheit aufgenommen. Zweimal jährlich treffen sich Branchenvertreter:innen um Herausforderungen in den jeweiligen Bereichen zu diskutieren und insbesondere gemeinsame Risken, gegenseitige Abhängigkeiten und Kaskadeneffekte zu beleuchten.
Die BEREC Arbeitsgruppe "Cybersicherheit und Resilienz" (CSR WG) fördert die Einführung sicherer und widerstandsfähiger elektronischer Kommunikationsnetze und sorgt gleichzeitig für einen reibungslosen Übergang von älteren Infrastrukturen zu einer vollständigen Gigabit-Konnektivität. Sie arbeitet eng mit der NIS-Kooperationsgruppe (NIS CG), der Agentur der Europäischen Union für Cybersicherheit (ENISA), der Europäischen Kommission (EK) und den nationalen Regulierungsbehörden (NRAs) im Telekommunikationsbereich bei Themen im Zusammenhang mit der Resilienz und Sicherheit von Kommunikationsnetzen zusammen. Die Gruppe trägt zum Austausch bewährter Verfahren und zur Entwicklung von Empfehlungen zur Minderung von Bedrohungen bei, die auf natürliche oder vom Menschen verursachte Ursachen zurückzuführen sind.
Die NRAs üben eine dauerhafte Aufsicht über die nationalen Kommunikationsinfrastrukturen aus und stehen täglich in direktem Kontakt mit den Netzbetreibern. Dadurch ist die Gruppe in der Lage, aktiv zu den europäischen Bemühungen beizutragen, die darauf abzielen, die Sicherheit und Resilienz von Kommunikationsnetzen zu verbessern, was letztlich sowohl der Wirtschaft als auch den Bürger:innen zugutekommt.
Die Gruppe arbeitet mit anderen europäischen Behörden zusammen, um eine kohärente Umsetzung des Rechtsrahmens für Cybersicherheit sicherzustellen. Die Gruppe wird zudem die Auswirkungen neuer technologischer Entwicklungen auf die Sicherheit und Widerstandsfähigkeit von Netzen und Diensten in Europa bewerten.
Die RTR-GmbH ist als österreichische Regulierungsbehörde (NRA) aktives Mitglied dieser Arbeitsgruppe und bringt ihre Expertise aus den nationalen Schwerpunktthemen 5G und Cybersicherheit in die Arbeit ein.