09.
SEP 2026
ab 16:00 Uhr
Europa im Gespräch – Digitale Gewalt: Reale Folgen – Wie können Frauen online besser geschützt werden?
Digitale Gewalt gegen Frauen hat für Betroffene oft reale und schwerwiegende Folgen. Beleidigungen, Drohungen, gezielte Belästigung, das unerlaubte Verbreiten intimer Bilder oder digitale Überwachung können massive Auswirkungen auf die Sicherheit, Gesundheit und gesellschaftliche Teilhabe von Frauen haben. Angesichts der bedeutenden Rolle digitaler Räume für soziale Interaktionen wächst auch die Verantwortung von Plattformen wirksame Schutzmechanismen zu schaffen.
Mit dem Digital Services Act hat die Europäische Union einen Rechtsrahmen geschaffen, um ein sicheres Online-Umfeld sicherzustellen und der Verbreitung rechtswidriger Inhalte entgegenzutreten. Dabei wurden sowohl die Rechte von Nutzer:innen gestärkt als auch Online-Plattformen stärker in die Verantwortung genommen. Besonders sehr große Online-Plattformen müssen systemische Risiken darunter auch geschlechtsspezifische Gewalt im digitalen Raum, bewerten und Maßnahmen zur Risikominderung setzen.
Darüber hinaus spielt in diesem Zusammenhang auch die Umsetzung der EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, die erstmals einen gemeinsamen europäischen Rahmen für den Schutz vor geschlechtsspezifischer Gewalt schafft, eine wichtige Rolle. Die Richtlinie nimmt digitale Gewalt ausdrücklich in den Blick und verpflichtet die Mitgliedstaaten unter anderem zu verbesserten Schutz-, Unterstützungs- und Präventionsmaßnahmen.
Neben der Regulierung ist auch die Perspektive der Betroffenen zentral: Welche Formen digitaler Gewalt erleben Frauen? Welche Lücken bestehen beim Schutz und bei der Unterstützung Betroffener? Und wie können Behörden, Zivilgesellschaft und Diensteanbieter besser zusammenarbeiten, um digitale Gewalt frühzeitig zu erkennen und wirksam zu bekämpfen?
Programm:
16:00 Uhr – Begrüßung durch die KommAustria und Europäische Kommission
16:15 Uhr – Keynotes
16:45 Uhr – Podiumsdiskussion mit Maria Windhager, Natalie Ségur-Cabanac (ISPA), Fiorentina Azizi-Hacker (ZARA) sowie TBD (Bundesministerium für Justiz)
Termin: 9. September von 16:00 – 17:30
Ort: Haus der Europäischen Kommission, Wien
Über Möglichkeiten zur Anmeldung informieren wir Sie rechtzeitig.
Hinweis: Bitte beachten Sie, dass Begleitpersonen sich ebenfalls anmelden müssen, damit wir wissen, wie viele Personen wir bei uns im Haus begrüßen dürfen. Sollten Sie blind/sehbehindert oder in ihrer Mobilität eingeschränkt sein bzw. Sie einen Rollstuhl nutzen und vor Ort teilnehmen wollen, oder allgemein Fragen haben, wenden Sie sich gerne an timo.breski@rtr.at. Unser Gebäude verfügt zwar über automatische Türen, aber kein Leitsystem, weshalb wir Sie gerne abholen.