Kann ich Vertragsansprüche (Gewährleistung) gegen meinen Internet-Anbieter geltend machen, wenn ich ein schlechtes Testergebnis erziele?

Vermutet eine Nutzerin bzw. ein Nutzer Abweichungen bei den vertraglich vereinbarten Down- und Upload-Geschwindigkeiten, wird folgende Vorgehensweise empfohlen:

  1. Schauen Sie im Vertrag nach, welche Down- und Upload-Geschwindigkeiten vereinbart wurden.
  2. Dokumentieren Sie die Down- und Upload-Geschwindigkeiten mit dem RTR-Netztest. Wichtig ist dabei, dass unter anderem

    • über einen längeren Zeitraum (zumindest zwei Wochen) hinweg mehrfach die Down- und Upload-Geschwindigkeiten gemessen werden;
    • Sie zu unterschiedlichen Tageszeiten messen;
    • Sie alle Messungen dokumentieren, nicht nur jene, die ein schlechtes Ergebnis aufweisen.

  3. Wie messe ich?
  4. Wenden Sie sich schriftlich an den Anbieter des Internetzuganges. Übermitteln Sie Ihrem Betreiber die Testergebnisse, z.B. via der Share Funktion beim Ergebnis (diese befindet sich in der Android-Version rechts oben; in der iOS-Version rechts oben und in der Browser-Version links unten) oder indem Sie Ihrem Betreiber Screenshots übermitteln.

Als Kundin bzw. Kunde ist man verpflichtet, das Vorliegen einer mangelhaften Leistungserbringung zu beweisen. Finden Sie mit Ihrem Betreiber keine Lösung, kann ua. die Schlichtungsstelle der RTR-GmbH angerufen und tätig werden. Das Schlichtungsverfahren ist kostenfrei. Sie müssen nur Ihre eigenen Kosten tragen (zum Beispiel für Kopien, Porto, Telefon). Nähere Informationen zum Schlichtungsverfahren sind unter https://www.rtr.at/schlichtungsstelle abrufbar.