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    13.05.2026

Mehr Sichtbarkeit, noch keine Balance: weiterhin geringer Frauenanteil in der Sportberichterstattung

RTR Medien, Sport Austria und win2day beauftragten Follow-Up-Studie des Instituts MediaAffairs

V.l. Wolfgang Struber (RTR), Maria Pernegger (MediaAffairs), Hans Niessl (Sport Austria), Martin Škopek (Ö. Lotterien), Regina Wohlgenannt und Anja Schmidt (exploristas), Georg Wawer (win2day) © Johannes Ehn

Die Studie „Genderbalance in der Sportberichterstattung 2024/2025“ macht deutlich: Die Sichtbarkeit von Frauen im österreichischen Sport nimmt zu – bleibt aber strukturell weiterhin deutlich hinter jener von Männern zurück.

Studienautorin Maria Pernegger, MediaAffairs
Studienautorin Maria Pernegger, MediaAffairs © Johannes Ehn

Fünf Jahre nach einer ersten Erhebung, wurde die Follow-Up-Studie auf Initiative von exploristas – Österreichs Initiative für Sichtbarkeit und Vielfalt von Frauen im Sport – erneut vom Institut MediaAffairs durchgeführt und am 21. April im Wiener Haus des Sports präsentiert.

Auftraggeberin der Follow-up-Studie war erneut die RTR Medien mit ihrem Kompetenzzentrum, diesmal gemeinsam mit den Partnern Sport Austria und den Österreichischen Lotterien mit win2day.

Porträt Sport-Staatssekretärin Michaela Schmidt
Staatssekretärin Michaela Schmidt © Johannes Ehn

Im Anschluss an Grußworte von Sport-Staatssekretärin Michaela SchmidtRTR Medien-Geschäftsführer Wolfgang Struber und Sport Austria-Präsident Hans Niessl, stellte Studienautorin und MediaAffairs-Geschäftsführerin Maria Pernegger zentrale Ergebnisse der Studie vor. Unter anderem geht daraus hervor, dass nur 15 % der Sportberichterstattung in Printmedien auf Sportlerinnen entfallen. Auf Mediatheken liegt der Frauenanteil im Sportangebot ebenfalls bei 15 %, während er auf Social Media nur 12 % ausmacht, obwohl gerade hier Beiträge über Sportlerinnen im Schnitt höhere Interaktionsraten und ein stärkeres User-Engagement erzielen als Beiträge über männliche Athleten. Im TV reicht die Bandbreite der Berichterstattung über Frauensport von 37 % (ORF) bis nur 5 % (ServusTV). In einer anschließenden Podiumsdiskussion berichteten die Sportlerinnen Victoria Hudson (Europameisterin Speerwurf, Rom 2024) und die sehbeeinträchtigte Skirennläuferin Elina Stary über ihre Erfahrungen mit medialer Präsenz.

Porträt von Wolfgang Struber, Geschäftsführer RTR Medien
Wolfgang Struber, Geschäftsführer RTR Medien © Johannes Ehn

Für die Untersuchung wurden über einen Zeitraum von zwölf Monaten rund 40.000 Beiträge aus Print, TV, Social Media und Mediatheken quantitativ und qualitativ analysiert. Die Ergebnisse zeigen klar: Der österreichische Sportdiskurs ist nach wie vor stark männlich geprägt. Zwar ist der Anteil von Frauen in der Berichterstattung im Vergleich zur Vorgängerstudie gestiegen, von einer ausgewogenen 50:50-Abbildung und damit echter Genderbalance sind wir jedoch noch weit entfernt.


Die erste Studie „Genderbalance in der Sportberichterstattung?“ wurde am 16. Dezember 2021 veröffentlicht und ist ebenfalls auf der Website der RTR abrufbar: https://www.rtr.at/Studie_Genderbalance_Sportberichte.


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