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  • Newsletter
    03/2026
  • Datum
    02.07.2026

5 Jahre Verein Jugendmedienschutz: "Wertvoller Beitrag der Branche"

KommAustria-Mitglied Dr.in Martina Hohensinn würdigte Arbeit der Selbstkontrolleinrichtung der österreichischen audiovisuellen Medien

V.l.n.r.: Helga Tieben (WKÖ FV Rundfunk Telekom), Daniela Nemecek (ORF), Martina Hohensinn (KommAustria), Alice Binder (Uni Wien), Barbara Buchegger (Saferinternet.at), Corinna Milborn (PULS 4), Bernadett Humer (BKA Sektion VI) , Dieter Scharitzer (WU Wien), Alice Krieger-Schromm (JMS), Corinna Drumm (VÖP) © JMS

Gäste im Saal von hinten, vorn das besetzte Podium
Podiumsdiskussion mit Publikum © JMS

Zum seinem fünfjährigen Bestehen lud der Verein Jugendmedienschutz (JMS) am 8. Juni Vertreter:innen von Medien, Wissenschaft, Regulierung und Politik zu einer Fachveranstaltung ein. Unter dem Titel „Fünf Jahre JMS – Jugendschutz braucht Verantwortung“ ging es um aktuelle Herausforderungen und Zukunftsperspektiven eines wirksamen Jugendmedienschutzes in einer zunehmend digitalisierten Medienwelt. Zu den prominenten Vortragenden und Panel-Teilnehmer:innen zählten unter anderen Bundesfamilienministerin Claudia Bauer, die Sektionschefin für Familie und Jugend im Kanzleramt Bernadett Humer, Puls 4 Info-Chefin Corinna Milborn, die JMS-Vorsitzende und Geschäftsführerin des Fachverbands Rundfunk und Telekom in der WKÖ Helga Tieben oder KommAustria-Mitglied Martina Hohensinn.

Trägerorganisationen des Vereins mit der offiziellen Bezeichnung 'Verein zur Selbstkontrolle audiovisueller Medienangebote zum Schutz von Minderjährigen' sind der Fachverband der Telekommunikations- und Rundfunkunternehmen in der Wirtschaftskammer Österreich, der ORF sowie der Verband Österreichischer Privatsender (VÖP). Gefördert und beaufsichtigt wird die Arbeit der 2021 gegründeten Selbstkontrolleinrichtung österreichischer TV-Veranstalter und Abrufdienste von der KommAustria

Dr.in Martina Hohensinn am Rednerpult
Dr.in Martina Hohensinn, KommAustria © JMS

In ihrer Begrüßungsrede betonte KommAustria-Mitglied Martina Hohensinn die anhaltende Bedeutung des Jugendmedienschutzes trotz tiefgreifender Veränderungen der Mediennutzung und der technologischen Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte:

"Die Umsetzung des Schutzes Minderjähriger ist eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung und es hat sich gezeigt, dass neben der staatlichen Regulierung und anderen Akteuren auch die Branche selbst einen wertvollen Beitrag zur Einhaltung gemeinsamer Standards leisten kann", so Hohensinn, die auch hervorhob, dass mittlerweile mehr als 200 Mediendienste den Verein und dessen Richtlinien anerkannt haben.

Die Podiumsgäste sitzen an drei nebeneinanderstehenden Tischen. Alice Binder (Kommunikationswissenschaften Uni Wien, Barbara Buchegger (Saferinternet.at), Corinna Drumm (Moderation, VÖP), Bernadett Humer (Lt. BKA Sektion VI, Familie u. Jugend), Dieter Scharitzer (WU Wien), Alice Krieger-Schromm (GF JMS)
Podium v.l.: Alice Binder, Barbara Buchegger, Corinna Drumm, Bernadett Humer, Dieter Scharitzer, Alice Krieger-Schromm © JMS

Bei der anschließenden Paneldiskussion „Herausforderungen und Chancen eines zeitgemäßen Jugendmedienschutzes in der digitalen Realität“ diskutierten Alice Binder (Universität Wien), Barbara Buchegger (Saferinternet.at), Bernadett Humer (Bundeskanzleramt), Dieter Scharitzer (WU Wien) sowie Alice Krieger-Schromm (Verein Jugendmedienschutz), moderiert von Corinna Drumm (VÖP). Im Mittelpunkt standen dabei Fragen nach wirksamer Prävention und der Verantwortung von Plattformen, Eltern, Politik und Medienanbietern. Diskutiert wurde zudem, wie Content Creator stärker in die Verantwortung genommen werden können, welche Rolle der Stärkung der Medienkompetenz der Bevölkerung zukommt und welche Anforderungen ein moderner Jugendmedienschutz künftig erfüllen muss.

Die KommAustria achtet auf die Einhaltung der gesetzlich vorgesehenen Berichtspflichten zur Kontrolle der Selbstregulierung durch den JMS und informiert in ihrem jährlichen Jugendschutzbericht über die gesetzlichen Rahmenbedingungen für Selbst- und Ko-Regulierung im Bereich des Schutzes Minderjähriger sowie über die Selbstkontrolleinrichtung samt ihrer Richtlinien und deren Wirksamkeit und beschreibt den Umsetzungsstand hinsichtlich der Bereitstellung von Informationen. Außerdem legt die KommAustria im Jugendschutzbericht ihre Bewertungen und Empfehlungen zur Verbesserung der Wirksamkeit des Selbstregulierungssystems dar, sofern erforderlich.

Der Jugendschutzbericht 2025 der KommAustria ist am 29. Juni 2026 im gemeinsamen Kommunikationsbericht von KommAustria, TKK, PCK und RTR auf der Website der RTR veröffentlicht und wird im August auch als separate Publikation erscheinen.


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