Newsletter Medien 03/2026
Liebe Leserinnen und Leser!
Als US-Präsident Donald Trump am 25. Juni verlauten ließ, dass die Einführung einer Digitalsteuer durch EU-Mitgliedstaaten seinerseits mit Zöllen in Höhe von 100 Prozent auf Importwaren aus diesen Ländern sanktioniert werde, haben wir wenig Neues über seinen Politik-Stil erfahren. Es hat aber erneut deutlich gemacht, wie sehr die amerikanischen Online-Plattformen unter dem Schutz ihrer Regierung stehen und welchen Einfluss sie haben, um andere Nationen in den Würgegriff zu nehmen. In einer idealen Welt würde der Präsident einer der weltweit größten Volkswirtschaften vielleicht seine Verantwortung nach innen UND außen erkennen und sagen: “Apple, Google, Meta, Amazon, ihr habt mit Euren Ideen die Welt revolutioniert. Allerdings leiden viele andere Medienunternehmen - auch in den USA – unter Euren Geschäftsmodellen. Und Ihr nutzt deren Inhalte. Wenn diese Unternehmen eingehen, hat niemand etwas davon. Ihr auch nicht. Also wäre eine Abgabe zur Unterstützung der Medienhäuser doch in aller Interesse!“
Wenn aber schon das Interesse an freier, kritischer Berichterstattung nicht sonderlich ausgeprägt ist, dann bleibt das nur ein frommer Wunsch. Österreich hat die Digitalsteuer seit 2020, Frankreich seit 2019. Und der Bedarf an Medien-Förderungen in Österreich steigt weiter. Sie sind für unsere Demokratie essenziell.
Was wir beitragen, um die Medien und Menschen unseres Landes im Erhalt und in der kompetenten Nutzung von Informationsangeboten zu unterstützen, lesen Sie einmal mehr im Newsletter 03/2026 von RTR Medien und KommAustria: