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    03/2026
  • Datum
    02.07.2026

Die Zukunft der Kommunikations-Infrastruktur: konvergente Tagung der RTR mit hochkarätigen Gästen

Die RTR-Fachbereiche Medien sowie Telekom.Post setzten Veranstaltungsreihe „Alte Stärken, neue Mächte“ fort 

Die RTR-Veranstaltung "Alte Stärken, neue Mächte" in der Wiener Urania © RTR/Johannes Brunnbauer

RTR-Geschäftsführer Klaus Steinmaurer und Wolfgang Struber bei Begrüßungsworten. Wolfgang Struber spricht.
Begrüßungsworte der RTR-Geschäftsführer Mag. Wolfgang Struber (rechts) und Dr. Klaus Steinmaurer © RTR/Johannes Brunnbauer

Wie verändert sich die Medien-Infrastruktur im Spannungsfeld von Plattformökonomie, technologischer Innovation und Regulierung? Diese zentrale Frage stand am 9. Juni im Mittelpunkt einer hochkarätig besetzten Veranstaltung der RTR-Fachbereiche Medien sowie Telekommunikation und Post im Rahmen der Reihe „Alte Stärken, neue Mächte“ in der Wiener Urania.

Nach der Begrüßung durch unsere RTR-Geschäftsführer Klaus M. Steinmaurer und Wolfgang Struber wurde rasch deutlich: Die Spielregeln haben sich grundlegend verändert. 

Hans-Peter Bernhard von Silicon Austria Labs
DI Dr. Hans-Peter Bernhard, Silicon Austria Labs © RTR/Johannes Brunnbauer

Was früher durch regulierte Verbreitungswege und klare Auffindbarkeit geprägt war, ist heute ein dynamischer Wettbewerb um Sichtbarkeit – auf Homescreens, in App Stores und innerhalb algorithmischer Systeme. 

Gleichzeitig gewinnt Satelliteninfrastruktur stark an Bedeutung, nicht zuletzt durch neue globale Akteure. Die Frage nach europäischer Souveränität und resilienten Systemen zieht sich dabei als roter Faden durch die Diskussion.

In zwei Keynotes wurden technologische und strategische Perspektiven geschärft: Hans-Peter Bernhard (Silicon Austria Labs) betonte die Notwendigkeit, dass Europa neue Kommunikationstechnologien wie 6G aktiv mitgestaltet, um Innovationskraft und Unabhängigkeit zu sichern. 

Stefan Erschwendner von Frontira im Vortrag
KI-Spezialist Stefan Erschwendner, Frontira © RTR/Johannes Brunnbauer

Stefan Erschwendner (Frontira) rückte mit dem Thema „Agentic AI“ die nächste Stufe der digitalen Transformation in den Fokus – und machte klar: Der Handlungsdruck ist hoch, wenn Europa wettbewerbsfähig bleiben will.

Die anschließende Paneldiskussion verdeutlichte, wie stark sich Infrastruktur aktuell neu definiert.  Plattformen und digitale Ökosysteme entscheiden zunehmend über Auffindbarkeit und Reichweite.

Podium mit von links Frank Strässle (Bayerische Medien Technik), Clemens John (Amazon), Henrietta Egerth (FFG), Karl Petermichl (ORF) und Moderatorin Cornelia Ertl
Podium v.l.: Frank Strässle (Bayerische Medien Technik), Clemens John (Amazon), Henrietta Egerth (FFG), Karl Petermichl (ORF) und Moderatorin Cornelia Ertl © RTR/Johannes Brunnbauer

Zugleich wachsen die Anforderungen an technologische Systeme und regulatorische Rahmenbedingungen. Mit Frank Strässle (Bayerische Medien Technik), Clemens John (Amazon), Henrietta Egerth (Ö. Forschungsförderung) und Karl Petermichl (ORF) diskutierten Vertreter:innen aus Medien, Technologie und Forschung, wie sich europäische Souveränität sichern, Innovation fördern und öffentliche Kommunikation auch in Zukunft gewährleisten lässt.

Der Nachmittag zeigte eindrucksvoll: Infrastruktur ist längst mehr als bloß Technik. Sie ist ein strategisches Feld, in dem sich wirtschaftliche, technologische und gesellschaftliche Interessen bündeln – und in dem jetzt die Weichen für Abhängigkeiten in der Zukunft gestellt werden.


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