Koa-Kid zeigt euch die Plattformen

Plattformen verstehen

Wissen ist Kraft - und im Online-Umfeld absolut unerlässlich. Auf dieser Seite findest du alles, was du über Online-Plattformen wissen musst.

Was ist eine Online-Plattform?

Darstellung der Dienste
Grafik der verschiedenen Vermittlungsdienste © RTR

Es gibt verschiedene Arten von „Vermittlungsdiensten“, das sind so etwas wie Postboten im Internet, die dabei helfen, dass Nachrichten, Bilder oder Bestellungen von einer Person zur anderen kommen.  Sie vermitteln also zwischen dir und anderen im Internet. Es gibt drei Hauptarten von solchen „Postboten“ im Internet:

  1.   Durchleitungsdienste/ “reine Durchleitung“: Sie sorgen dafür, dass du überhaupt ins Internet kommen kannst (wie ein Zug, der Leute von A nach B bringt)- z.B. Internetanbieter, WLAN oder VPN.
  2. Caching-Dienste: Das sind Helfer, die Daten für eine kurze Zeit speichern, damit alles schneller funktioniert (wie ein Postlager, das Briefe kurz zwischenlagert)- z.B. Cloudflare
  3. Hosting-Dienste: Sie speichern Sachen für andere Menschen, zum Beispiel Webseiten, Fotos oder Videos (so wie eine große Lagerhalle)- z.B. manche Spiele, Internetforen und Soziale Netzwerk. Je nach Art und Größe des Dienstes muss sich dieser an unterschiedliche Regeln halten. 

Für den Jugendschutz ist die Online-Plattform besonders relevant, da Jugendliche diese am häufigsten verwenden, um Informationen mit anderen zu teilen. 

Heutzutage gibt es eine Vielzahl von Online-Plattformen. Zu den bekanntesten Plattformen zählen soziale Netzwerke, aber auch Spieleplattformen, Internetforen oder Marktplätze  gehören dazu. Zum Teil sind auch Nachrichtendienste wie WhatsApp und Telegram Online-Plattformen.

Ist die Nutzung von Plattformen wirklich kostenlos? 

Viele Online-Plattformen wirken wie einfache Apps zum Posten, Chatten oder Videoschauen. Dahinter steckt aber eine Geschäftsidee: Die Firmen wollen mit der App Geld verdienen, um Technik, Server, Sicherheit und Mitarbeitende zu bezahlen.

Die häufigste Einnahmequelle ist Werbung. Unternehmen bezahlen dafür, dass ihre Produkte gezeigt werden – zum Beispiel in Werbevideos, gesponserten Beiträgen, Bannern oder durch Influencer*innen. Werbung wird oft personalisiert, also auf deine Interessen abgestimmt, zum Beispiel basierend darauf, welche Videos du anschaust, was du likest oder welchen Seiten du folgst. Persönliche Daten sind wertvoll, besonders bei Minderjährigen: Laut Digital Services Act ist personalisierte Werbung für sie verboten.

Weitere Finanzierungsarten sind Abos für extra Funktionen oder werbefreie Nutzung, In-App-Käufe wie Skins oder Spielewährung, Premium-Features und Kooperationen mit Firmen.

Risiken für Jugendliche können sein: Ablenkung durch Werbung, Verlust der Übersicht bei In-App-Käufen, Impulskäufe durch personalisierte Werbung, zu viel Bildschirmzeit durch fesselnde Inhalte und Inhalte, die wie normale Posts aussehen, aber eigentlich Werbung sind.

Auch wenn eine Plattform kostenlos wirkt, bezahlt man oft mit Aufmerksamkeit oder Daten. Wer versteht, wie Plattformen funktionieren, kann bewusster entscheiden, was er klickt, teilt oder kauft – und behält mehr Kontrolle über die eigene Online-Nutzung.

Algorithmen und Empfehlungssysteme


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