Bei der Fachtagung in München präsentierten Medienregulierungs- und Fördereinrichtungen aus fünf Ländern ihre Projekte zur Förderung der Medienkompetenz und unterzeichneten eine gemeinsame Erklärung zum weiteren Ausbau länderübergreifender Kooperationen.
Am 19. März 2026 lud die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM) zur Transalpinen Medienkompetenztagung nach München ein. KommAustria und RTR Medien folgten der Einladung gemeinsam mit Vertreter:innen der deutschen Landesmedienanstalten aus Baden-Württemberg und Thüringen sowie Medienregulierungseinrichtungen aus der Schweiz, Luxemburg und Südtirol. Ziel der Fachtagung war neben dem fachlichen Austausch und der Vernetzung insbesondere die Unterzeichnung einer gemeinsamen Erklärung zur künftig noch engeren Zusammenarbeit im Bereich Medienkompetenz.
Nach den eröffnenden Worten von Gastgeber Dr. Thorsten Schmiege, Präsident BLM, Vors. Direktorenkonferenz dt. Landesmedienanstalten DLM, sowie von Walter Keilbart, Vorsitzender Medienrat der BLM, und Jochen Fasco, Direktor TLM, Thüringen, DLM-Beauftragter Medienkompetenz, präsentierten die teilnehmenden Organisationen ihre jeweiligen Aktivitäten und Projekte zur Förderung von Medienkompetenz. Einige dieser Initiativen – insbesondere jene, die auch in Österreich umgesetzt werden – werden in der kommenden Ausgabe des Medienkompetenz-Monitorings der RTR Medien im Juni 2026 näher vorgestellt.
Für die RTR Medien gaben Mag. Stefan Rauschenberger, Leiter Abteilung Medienrecht der RTR Medien, und Johanna Franek MA, Teamleiterin der Servicestelle Medienkompetenz, zunächst einen Überblick über die Vielzahl an Organisationen, die sich in Österreich mit unterschiedlichen Zugängen für die Stärkung von Medienkompetenz engagieren. Dazu zählen unter anderem Radiosender und Medienhäuser, Bildungseinrichtungen für verschiedene Altersgruppen sowie zahlreiche Vereine und Initiativen.
Darüber hinaus wurden die unterschiedlichsten Aufgaben und Projekte der RTR Medien im Bereich Medienkompetenz vorgestellt. Präsentiert wurden unter anderem der Medienkompetenz-Atlas, der jährliche Medienkompetenz-Bericht sowie das kürzlich gestartete Medienkompetenz-Monitoring. Ergänzend wurden auch die Qualitäts-Journalismus-Förderung sowie der Nichtkommerzielle Rundfunkfonds und der Privatrundfunkfonds thematisiert.
Im Anschluss diskutierten neben dem Gastgeber Dr. Thorsten Schmiege, Präsident BLM, Vors. Direktorenkonferenz dt. Landesmedienanstalten DLM, auch Jochen Fasco, Direktor TLM, Thüringen, DLM-Beauftragter Medienkompetenz, sowie Mag.a Judith Gögele, Präsidentin LBK Südtirol, Dr. Wolfgang Kreißig, Präsident LFK, Baden-Württemberg, Dr.in Susanne Marxer, Vize-Direktorin BAKOM Schweiz, und Mag. Michael Ogris, Vorsitzender KommAustria, im Rahmen einer Podiumsdiskussion über die Bedeutung von Medienkompetenz in einer digitalen Welt.
Den Abschluss der Veranstaltung bildete die feierliche Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung. Darin werden gemeinsame Grundsätze zur Bedeutung von Medienkompetenz festgehalten und die Grundlage für eine vertiefte Zusammenarbeit geschaffen. Ziel ist es, den länderübergreifenden Austausch weiter auszubauen, mögliche Kooperationen zu identifizieren und Medienkompetenz gemeinsam über nationale Grenzen hinweg zu stärken.