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    03/2026
  • Datum
    02.07.2026

Zwischen Selbstvertrauen und Realität: Wie digital-kompetent ist Österreich wirklich?

Studie "Digital Skills Austria IV" zeigt hohes Bewusstsein der Bevölkerung für Desinformations-Problematik, aber begrenzte Fähigkeiten im Umgang damit

v.l.: Timo Steyer (Moderation, RTR), Studienautor:innen Dimitri Prandner (Uni Linz) und Manuela Grünangerl (Uni Salzburg), Thomas Steinmaurer (Uni Salzburg), Wolfgang Struber (GF, RTR Medien) © RTR/CTo

Studienautor:innen MMag. Manuela Grünangerl (Uni Salzburg) und Mag. Dr. Dimitri Prandner (Uni Linz)
Mag. Dr. Dimitri Prandner (Uni Linz) und MMag. Manuela Grünangerl (Uni Salzburg) © RTR/CTo

Digitale Kompetenzen sind heute eine zentrale Voraussetzung für gesellschaftliche und politische Teilhabe. Doch wie gut ist Österreich tatsächlich aufgestellt, wenn es um den souveränen Umgang mit digitalen Chancen, Risiken und insbesondere mit Desinformation geht?

Antworten darauf liefert die Studie „Digital Skills Austria IV“ (2026), die in einer Reihe  jährlich zur Untersuchung des Entwicklungsstandes der Medienkompetenz in der Bevölkerung und bereits zum vierten Mal im Auftrag des Kompetenzzentrums der RTR Medien von den Universitäten Salzburg und Linz durchgeführt und am 26. Mai von den Autor:innen Manuela Grünangerl (Uni Sbg.) und Dimitri Prandner (Uni Linz) bei der RTR präsentiert wurde.

Ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Steinmaurer (Uni Salzburg)
Kommunikationswissenschaftler Ao. Univ.-Prof. Dr. Thomas Steinmaurer leitet an der Uni Sbg. das „Center for ICT&S“, das sich mit Entwicklungen des digitalen Wandels befasst © RTR/CTo

Ein besonderer Fokus lag heuer auf einer demokratiepolitisch hochrelevanten Frage: Wie gut erkennt die Bevölkerung Desinformation und wovon lässt sie sich dabei leiten?

Die Ergebnisse zeigen ein differenziertes Bild: Das Problembewusstsein für Desinformation ist in Österreich grundsätzlich hoch. Gleichzeitig verfügen viele Menschen jedoch nur über durchschnittliche Kompetenzen, um Falschinformationen verlässlich zu identifizieren. Auffällig ist dabei, dass Urteile häufig durch eigene Einstellungen und Überzeugungen beeinflusst werden – ein Faktor, der die Anfälligkeit für Desinformation erhöht.

Begrüßung Mag. Wolfgang Struber am Rednerpult
Mag. Wolfgang Struber, GF RTR Medien © RTR/CTo

„Die Fähigkeit, Desinformation zu erkennen, ist weniger eine Frage individueller Eigenschaften als vielmehr ein Zusammenspiel aus Kompetenzen, Vertrauen, Informationsumgebung und persönlicher Einstellung zum jeweiligen Thema“, betont RTR Medien-Geschäftsführer Wolfgang Struber. Maßnahmen müssten daher stärker auf diese systemischen Ebenen abzielen, so Struber.

Die Studie macht zudem deutlich: Eine aktive Nutzung digitaler Angebote bedeutet nicht automatisch, über ausreichendes Wissen oder Problemlösungskompetenzen zu verfügen.

Monitor zeigt Präsentationsfolie
Präsentationsfolie © RTR/CTo

Besonders dort, wo Nutzung und tatsächliche Fähigkeiten auseinanderklaffen, entstehen Risiken – vor allem für bestimmte Bevölkerungsgruppen.

Neben der Analyse des Umgangs mit Desinformation bietet „Digital Skills Austria IV“ auch eine umfassende Bestandsaufnahme der digitalen Kompetenzen in Österreich sowie erstmals einen Vergleich etablierter Messmethoden zur Feststellung von Medienkompetenz.

Die Präsentation der Studienergebnisse lieferte wichtige Impulse für Medienpolitik, Bildung und gesellschaftliche Debatten rund um digitale Teilhabe.

Die vollständige Studie ist online auf der Website der RTR abrufbar: https://www.rtr.at/DigitalSkillsIV


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