Spam – unerwünschte Nachrichten

Die mit dem Symbol gekennzeichneten Begriffe erklären wir Ihnen im Glossar.

Unerwünschte Nachrichten per Anruf, SMS, Fax oder E-Mail (= „Spam“, englisch für „Abfall“ oder „Plunder“) sind ein häufiges Problem.

Spam wird zum Großteil aus dem Ausland nach Österreich versandt, was die rechtliche Verfolgung erschwert bzw. überhaupt unmöglich macht. Spam wird außerdem hauptsächlich von Personen verursacht, die sich nicht um Regeln kümmern und meistens ihre Identität verschleiern, damit sie nicht zur Verantwortung gezogen werden können.

Vorbeugende Maßnahmen gegen Spam sind daher in der Regel effizienter als die rechtliche Verfolgung.

Falls die unerwünschten Nachrichten nicht nur belästigend, sondern auch strafrechtlich relevant sind (z.B. wenn Sie eine gefährliche Drohung enthalten), wenden Sie sich bitte an die Polizei.

Was können Sie gegen Spam tun?

Vorbeugung ist die beste Möglichkeit, um sich vor unerwünschten Nachrichten zu schützen!

Tipps zur Vorbeugung gegen Spam:

  • Gehen Sie sorgsam mit Ihrer E-Mail-Adresse und Ihrer Mobiltelefonnummer um!
    Achten Sie darauf, wem Sie Ihre E-Mail-Adresse und Ihre Mobiltelefonnummer geben und tragen Sie diese nicht auf unseriösen Webseiten*) ein. Veröffentlichen Sie diese nicht im Internet. Posten Sie nicht mit Ihrer normalen E-Mail-Adresse z.B. in Newsgroups. Achten Sie in Chatforen darauf, dass Ihre E-Mail-Adresse nicht veröffentlicht wird.
  • Antworten Sie nicht auf unerwünschte Nachrichten per E-Mail!
  • Installieren Sie Spam-Filter für E-Mails! Diese werden meist von Internet-Service-Providern  angeboten. Man kann Spamfilter aber auch selbst installieren.
  • Verwenden Sie „at“ statt dem Zeichen „@“, wenn Sie Ihre E-Mail-Adresse z.B. auf Ihrer eigenen Webseite bekannt geben!
  • Wenn Sie generell kein Interesse an kostenpflichtigen SMS-Diensten haben, kann Ihnen Ihr Mobilfunkbetreiber kostenlos eine Sperre für kostenpflichtige Mehrwert-SMS einrichten. Diese verhindert das Zu-und Absenden von kostenpflichtigen Mehrwert-SMS, nicht jedoch den Empfang kostenfreier unerwünschter Werbe-SMS.

*) Kriterien für unseriöse Webseiten:

  • Impressum/Kontaktadresse fehlt
  • AGB fehlen oder sind nicht lesbar
  • Pop-ups und Werbungsbanner mit nichtjugendfreiem Inhalt
  • bei Webseiten mit Bestellmöglichkeiten: einzige Zahlungsmethode Vorauskasse
  • bei Webseiten mit Bestellmöglichkeiten: kein Widerrufsrecht von Einkäufen

Links zu Informationen zu Mehrwertdiensten und zu den verschiedenen Arten von Sperren finden Sie am Ende der Seite.

Welche Arten von unerwünschten Anrufen gibt es und was können Sie dagegen tun?

Werbeanrufe und Werbefaxe

Werbeanrufe und Werbefaxe ohne vorherige Einwilligung des Empfängers sind verboten und stellen eine Verwaltungsübertretung dar.

Bei einem unerwünschten Werbeanruf oder einem unerwünschten Werbefax ist eine Anzeige beim Fernmeldebüro möglich. Unter den Downloads finden Sie Formulare, mit denen Sie Werbeanrufe oder Werbefaxe beim Fernmeldebüro anzeigen können. Den Link zu den Kontaktdaten der Fernmeldebüros finden Sie am Ende der Seite.

Gewinnspielanrufe

Gewinnspielanrufe können aus Sicht der RTR-GmbH als „unerwünschte Werbeanrufe" (Informationen dazu siehe oben) gewertet werden, wenn man aufgefordert wird, eine bestimmte (teurer tarifierte) Rufnummer anzuwählen, um an einem Gewinnspiel teilnehmen zu können.

Sie haben allerdings erst dann erhöhte Kosten, wenn Sie die angegebene Mehrwertrufnummer bzw. ausländische Rufnummer anrufen.

Anrufe von einer unbekannten Nummer

Sie sollten sich vor dem Zurückrufen einer Nummer, die Ihnen unbekannt ist, bei Ihrem Betreiber über die Kosten informieren, die dabei entstehen können.

Hinweis: Eine Rufnummer, die bei eingehenden Anrufen am Display Ihres Telefons wird, ist nicht immer korrekt. Nähere Informationen dazu finden Sie in einer FAQ zur Rufnummer des Anrufers. Den Link finden Sie am Ende der Seite.

Blockieren von bestimmten Anrufen

Bei den meisten Telefonen gibt es die Möglichkeit, Anrufe von bestimmten Nummern zu blockieren bzw. abzuweisen.

Einige Betreiber bieten eine so genannte „selektive Rufnummern-Sperre“ an. Das ist die Möglichkeit, eingehende Anrufe von einer bestimmten Rufnummer zu sperren. Ihr Betreiber ist aber nicht gesetzlich verpflichtet, Ihnen eine solche „selektive Rufnummern-Sperre“ einzurichten.

Fangschaltung

Sie haben als Kunde das Recht, von Ihrem Betreiber die Feststellung der Identität des Anrufers zu verlangen, wenn Sie belästigende Anrufe bekommen (das ist die so genannte „Fangschaltung“ nach § 106 Telekommunikationsgesetz).

Das gilt aber nur für zukünftige Anrufe und natürlich auch nur, wenn Ihr Betreiber die Nummer des Anrufers bzw. sonstige Daten wie Name oder Adresse überhaupt feststellen kann.

Ihr Betreiber darf für eine Fangschaltung ein Entgelt verlangen.

Sind Werbe-SMS und Werbe-E-Mails erlaubt?

Die Zusendung von elektronischer Post (also die Zusendung von E-Mails und SMS) zum Zweck der Werbung ist nur dann erlaubt, wenn der Empfänger schon im Vorhinein seine Einwilligung gegeben hat.

Auch bei E-Mails und SMS, die an mehr als 50 Empfänger gesendet werden (so genannte „Massensendungen"), muss generell vorab die Zustimmung der Empfänger eingeholt werden.

Ein Unternehmen darf jedoch an eigene Kunden E-Mails und SMS senden, wenn es die E-Mail-Adresse oder die Telefonnummer im Zusammenhang mit einem Vertrag mit diesem Kunden erhalten hat und ähnliche Produkte bzw. Dienstleistungen bewerben möchte.

Der Empfänger, also der Kunde, muss aber die Möglichkeit haben, dies abzulehnen.

Bei einem unzulässigen Werbe-SMS oder Werbe-E-Mail ist eine Anzeige beim Fernmeldebüro möglich. Unter den Downloads finden Sie ein Formular, mit dem Sie ein Werbe-SMS anzeigen können. Bei einem Werbe-E-Mail raten wir Ihnen, sich hinsichtlich der Anzeigemodalitäten mit dem Fernmeldebüro in Verbindung zu setzen. Den Link zu den Kontaktdaten der Fernmeldebüros finden Sie am Ende der Seite.

Eine Maßnahme gegen unerwünschte Werbe-E-Mails: die ECG-Liste

Die RTR-GmbH führt eine Liste, in die sich diejenigen Personen und Unternehmen kostenlos eintragen können, die keine Werbe-E-Mails erhalten wollen (= Liste gemäß § 7 E-Commerce-Gesetz, so genannte „ECG-Liste“). Die ECG-Liste betrifft nur Werbung, die per E-Mail verschickt wird.

Den Link zur ECG-Liste finden Sie am Ende dieser Seite.

Das Eintragen in die Liste schützt allerdings nicht zuverlässig vor weiteren Spam-E-Mails, da Spam überwiegend von Personen versandt wird, die sich nicht um rechtliche Vorschriften kümmern.

Hinweis: Die ECG-Liste ist nicht zu verwechseln mit der so genannten „Robinsonliste“ des Fachverbands Werbung der Wirtschaftskammer Österreich.

Die Robinsonliste des Fachverbands Werbung gilt vor allem für per Post versandte Direktwerbung. Diese Liste ist von Adressverlagen und Direktmarketingunternehmen zu beachten und betrifft die von diesen Unternehmen verwalteten und verkauften Adressen.

Wenn Sie auf die Robinsonliste des Fachverbands Werbung eingetragen werden wollen, senden Sie ein E-Mail mit Ihrem Namen und Ihrer Postanschrift an werbung@wko.at oder senden Sie eine Postkarte mit diesen Daten an den Fachverband Werbung und Marktkommunikation, Wiedner Hauptstraße 57, 1040 Wien.

Die folgenden Begriffe finden Sie im Glossar: Betreiber, Entgelt, Internet Service Provider
Unter diesen Links sowie im Spam-Infoblatt finden Sie nähere Informationen zu den Themen:

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