(0)5 Bereichskennzahlen für private Netze mit geregelter Entgeltobergrenze

Ein privates Netz ist ein Kommunikationsnetz einer juristischen Person oder eines Verbundes solcher, das über mehrere Standorte verteilt ist und mit dem kein öffentlicher Kommunikationsdienst erbracht wird. Für die Zuteilung einer Bereichskennzahl für ein privates Netz sind daher mindestens zwei unterschiedliche Standorte erforderlich.

Zweck eines privaten Netzes ist es, insbesondere Mitarbeiter eines Unternehmens mit mehreren Standorten unter einer österreichweit einheitlichen Zugangsnummer erreichbar zu machen. Die Definition eines privaten Netzes schließt auch virtuelle private Netze ein.

Mit Erlass der 2. Novelle der KEM-V 2009 wurden folgende Entgeltobergrenzen festgelegt:

  • Für Anrufe im Bereich im Bereich (0)5 private Netze darf dem Teilnehmer ein Entgelt von maximal EUR 0,40 pro Minute verrechnet werden.
  • Für Nachrichtendienste im Bereich (0)5 private Netze .... entspricht das maximal zulässige Entgelt dem jeweils niedrigsten Entgelt für eine Nachricht in ein anderes Kommunikationsnetz gemäß jenen Entgeltbestimmungen, die für den Teilnehmer zur Anwendung kommen.

Eine nationale Rufnummer für ein privates Netz besteht aus einer fünf- oder sechsstelligen Bereichskennzahl, wobei bei einer fünfstelligen Bereichskennzahl die private Teilnehmernummer mindestens dreistellig und bei einer sechsstelligen Bereichskennzahl die private Teilnehmernummer mindestens zweistellig sein muss (siehe auch Dokument "Wichtiger Hinweis 05.pdf"). Die Bereichskennzahlen beginnen mit den Ziffernkombinationen 501 bis 509, 517, 57 und 59.
Für die Realisierung einer Vermittlungsfunktion in privaten Netzen kann die private Teilnehmernummer kürzer sein oder ganz entfallen.

Die speziell für diesen Rufnummernbereich relevanten Bestimmungen finden sich insbesondere in den §§ 55 bis 59a der KEM-V 2009.

Nachfolgend stehen das entsprechechende Antragsformular sowie Hinweise zur Rufnummernlänge zum Download bereit. Es besteht aber auch die Möglichkeit, Rufnummernanträge nach erfolgter Erstanmeldung über das eRTR Web-Interface zu beantragen.

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